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Der neue kaufmännische Direktor der Stadtklinik Frankenthal ist nach gut zwei Monaten freigestellt worden. Die Klinik, an der er vorher gearbeitet hat, hatte schwere Vorwürfe erhoben.

Schon beim Vorgänger an der Stadtklinik Frankenthal hatte es ganz ähnlichen Ärger gegeben: Der ehemalige Kaufmännische Direktor wurde vor wenigen Monaten entlassen. Es soll Mauscheleien bei Verträgen mit Ärzten gegeben haben.

Der neue Direktor soll an der städtischen Klinik in Soest, an der er zuvor Direktor war, ebenfalls Absprachen mit Ärzten getroffen haben. Diese hätten dadurch mehr verdient, als ihnen zustand, so der Vorwurf der Stadt Soest. Am Klinikum Stadt Soest sei ein Schaden im "mittleren siebenstelligen Bereich" entstanden - also von mehreren Millionen Euro.

Die Stadtklinik in Frankenthal (Foto: SWR, Panja Schollbach)
Die Stadtklinik in Frankenthal Panja Schollbach

Oberbürgermeister will Krankenhaus-Ausschuss informieren

Rechtsanwälte überprüfen die Vorgänge in Soest. Eigentlich sollte der Beschuldigte am heutigen Mittwoch im Krankenhaus-Ausschuss zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Jetzt hat ihn der Oberbürgermeister von Frankenthal, Martin Hebich, freigestellt. Hebich wird selbst im Ausschuss die Gründe für die Freistellung näher erläutern - allerdings im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung.

Erst vor gut 2 Monaten hatte die Stadt Frankenthal den ehemaligen Geschäftsführer aus Soest als neuen kaufmännischen Direktor der Frankenthaler Stadtklinik eingestellt. Damals war noch nichts von den Vorwürfen bekannt.

Ermittlungen gegen den Vorgänger


Im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen den alten Stadtklinik-Direktor hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. So wird der Vorwurf geprüft, dass der damalige Direktor Bonuszahlungen an Ärzte veranlasst habe, ohne konkrete Gegenleistung zu verlangen. Außerdem sollen Ärzte von außerhalb Räume der Klinik genutzt haben, ohne dafür angemessen zu bezahlen.

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