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Es sollte ein schönes langes Wochenende zum Abschluss der Pfingstferien werden, stattdessen: Scham, kein Urlaub und Geld weg. Wie Internetbetrüger Urlauber mit nicht vorhandenen Ferienhäusern abzocken.

Familie Busch aus Mutterstadt hatte sich auf ein paar Tage Auszeit in Bayern in Hopfen am See gefreut. Zusammen mit ihren drei Kindern und einer befreundeten Familie hatten sie ein großzügiges Ferienhaus für zehn Personen gebucht. Kurz vor der Abreise der Schock: Das Haus habe einen schweren Brand erlitten, sei nicht beziehbar, die Buchung müsse storniert werden. Das Geld kam aber nie zurück.

Familie Busch (Foto: Foto: Privat)
Familie Busch hatte ein Fake-Ferienhaus in Bayern gebucht. Foto: Privat

Familie aus Mutterstadt will Urlauber warnen

Familie Busch ist der Fake-Firma "Ferienpartner.com" aufgesessen. Diese ist schon seit einiger Zeit für Fake-Ferienwohnungen bekannt. Ihre Masche: Die Betrüger kopieren alle notwendigen Informationen über existierende Ferienhäuser und deren Fotos auf eine eigene Webseite. Gefälschte Zertifikate und Bewertungen, lassen sie echt wirken. Konto- und Kontaktdaten sind die der Betrüger.

"Die Internetseite sah sehr seriös aus. Man konnte sich Ferienhäuser in verschiedenen Regionen Deutschlands anschauen. Auch die Größe des gewünschten Hauses angeben. Also das sah schon sehr professionell aus."

Nach der Stornierung sei die Webseite der Firma nicht mehr im Netz aufrufbar gewesen. Die Familienmutter erzählt, dass der Betrug auch andere Ticketstornierungen nach sich zog. "Als die Kinder hörten, dass wir nicht fahren würden, haben sie geweint. Und wir fühlten uns auch so schlecht unserem Schwager und seiner Familie gegenüber. Schließlich hatten wir die Buchung vorgenommen."

Familie hat Anwältin eingeschaltet

Da es sich nur um ein verlängertes Wochenende handelte, hielt sich der finanzielle Schaden in Grenzen: 615 Euro. Dieses Geld ist wahrscheinlich verloren, so Nadine Busch. Dennoch hat die Familie eine Anwältin eingeschaltet und Anzeige bei der Polizei Schifferstadt erstattet.

R&V Versicherungen melden oft ähnliche Fälle

Familie Busch hatte sogar einen Fake Versicherungsschein der R&V Versicherungen per Email zugesandt bekommen. Die Versicherung hat bei ähnlich gelagerten Betrugsfällen bereits die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Trotz allem Ärger wollen die Buschs in den Sommerferien es noch einmal versuchen, in den Urlaub zu fahren. Diesmal zum Campen. Der Campingplatz existiert auf alle Fälle. Und die Zelte bringen sie selbst mit.

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