Bei der BASF in Ludwigshafen brennen die Fackeln, um überschüssige Gase abzufackeln (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Feuerschein, Lärm und Ruß

Nach Stromausfall: Fackel der BASF in Ludwigshafen brennt noch mehrere Tage

STAND

Nach einem Stromausfall im Werk der BASF in Ludwigshafen werden dort überschüssige Gase abgefackelt. Bis alle Anlagen wieder hochgefahren sind, dauert es nach Unternehmensangaben noch bis kommende Woche.

Zu dem Stromausfall war es nach Angaben der BASF am Dienstagmorgen gekommen. Dadurch seien die Sicherheitssysteme der Produktionsanlagen aktiviert worden. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, wurden mehrere Anlagen auf dem gesamten Werk heruntergefahren. Um dabei überschüssige Gase abzubrennen, sei deswegen die Fackeltätigkeit aktiviert worden.

Die Flammen und Rußfahnen waren am Dienstag weithin hörbar und sichtbar. In den sozialen Medien wurde über den Grund für die brennenden Fackeln bei der BASF spekuliert.

@PolizeiMannheim sehr viel Rauch über der BASF in Ludwigshafen. Grund zur Sorge? #BASF #ludwigshafen https://t.co/PnVRr8RqtK

Diskussion um brennende Fackeln der BASF in Ludwigshafen

Flamme noch bis kommende Woche zu sehen

Nach Angaben der BASF dauert es noch mehrere Tage, bis alle Anlagen wieder auf Normalbetrieb laufen. Die Fackeln einer Anlage im Werksteil Nord seien noch bis Anfang kommender Woche aktiv. Dies könne mit sichtbarem Feuerschein verbunden sein.

Seit Dienstag sind über der BASF in Ludwigshafen mehrere Flammen zu sehen: Nach einem Stromausfall verbrennen die Fackeln überschüssige Gase (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uli Deck (Archivbild, 26.03.2020))
BASF-Anlage mit brennenden Fackeln in Ludwigshafen (Archivbild) picture alliance/dpa | Uli Deck (Archivbild, 26.03.2020)

Werk der BASF in Ludwigshafen 20 Minuten ohne Strom

Auslöser für den Stromausfall war nach Unternehmensangaben eine technische Störung im externen Stromnetz. Die Stromversorgung sei 20 Minuten unterbrochen gewesen, teilte ein Sprecher mit. Ursache sei ein Defekt in einem Hochspannungstrafo des Dortmunder Übertragungsnetzbetreibers Amprion. Wie eine Sprecherin von Amprion dem SWR bestätigte, wird dort nach der Ursache für den Defekt gesucht.

Nach Angaben der BASF hat der Stromausfall eine "begrenzte Auswirkung" auf die Produktion. Zu finanziellen Auswirkungen wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

Aufsichtsbehörde: Anlagen für Stromausfall abgesichert

Nach Angaben der zuständigen Gewerbeaufsicht, der Struktur- und Genehmigungs-Direktion Süd, verfügen alle Anlagen - nicht nur bei der BASF -, in denen ein Stromausfall Auswirkungen auf den sicheren Betrieb haben könnte, über Notstromaggregate oder ausreichend große Batteriespeicher, um auch ohne externe Stromversorgung weiterlaufen oder sicher heruntergefahren werden zu können. Diese Notfallvorrichtungen würden von der Aufsichtsbehörde regelmäßig kontrolliert.

Ludwigshafen

Gestiegene Kosten an Kunden weitergegeben Wie die BASF in der Energiekrise Gewinne macht

Der Chemiekonzern BASF rechnet für dieses Jahr mit mehr Umsatz und Gewinn. Deutschlands größer Gasverbraucher konnte gestiegene Kosten an seine Kunden weitergeben.  mehr...

Unsicherheitsfaktor Nordstream 1

Unsicherheitsfaktor Nordstream 1 Betriebsrat der BASF äußert sich zu Notfallplänen für eventuellen Gas-Stopp

Die Notfall-Pläne der BASF sind auch Thema beim Betriebsrat der BASF in Ludwigshafen. In den kommenden Tagen werde mit der BASF-Führung beraten, was beim Ausfall von Gaslieferungen aus Russland getan werden kann.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

Ludwigshafen

Jetzt die SWR Aktuell App runterladen Nachrichten aus Ludwigshafen und der Süd- und Vorderpfalz aufs Handy

Die SWR Aktuell App bringt Ihnen kurz und knapp alles Wichtige auf Ihr Smartphone. Sie bekommen jetzt auch gezielt Nachrichten aus Ludwigshafen und der Pfalz. So funktioniert's:  mehr...

STAND
AUTOR/IN
SWR