Die Martinskirche in Battenberg im Kreis Bad Dürkheim (Foto: SWR)

Private spenden ermöglichen Renovierung

Evangelische Kirche in Battenberg nach Tornado saniert

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Im Juli 2019 fegte ein Tornado über Battenberg hinweg. 70 Hektar Weinberge wurden zerstört, Bäume entwurzelt und der Glockenturm der protestantischen Martinskirche war einsturzgefährdet. Dank vieler Privatspenden konnte die Kirche nun komplett saniert werden.

Die Martinskirche in Battenberg im Kreis Bad Dürkheim. (Foto: SWR)
Die Martinskirche in Battenberg im Kreis Bad Dürkheim.

Die größte Spende kam von einem ehemaligen Battenberger, der jetzt in Berlin lebt. Er spendete 200. 000 Euro für die Sanierung der Martinskirche in seinem ehemaligen Heimatort. Zusammen mit weiteren großzügigen Privatspenden und dem Erlös des Verkaufs eines kleinen Kirchenhäuschens sowie der Versicherungssumme konnte die Martinskirche nun wieder Instand gesetzt werden, so Pfarrer Sascha Weber gegenüber SWR Aktuell.

Pfarrer Sascha Weber (Foto: SWR)
Der Battenberger Pfarrer Sascha Weber: "Das bewegt mich sehr."

Battenberg: Kirchturm größtes Sorgenkind

Der Kirchturm war nach dem Tornado einsturzgefährdet, seine Sanierung am aufwendigsten. Aber auch ein großer Riss im Chorraum der Kirche bereitete der protestantischen Gemeinde Kopfzerbrechen. Denn durch ihn drang ständig Feuchtigkeit ein. Doch nun, nach nur neun Monaten Bauzeit, seien die Steinmetze fast mit ihren Arbeiten fertig, erklärt Pfarrer Sascha Weber. „Die Kirche ist für die nächsten Jahrhunderte gerettet“, freut sich der Pfarrer.

Immense Sanierungskosten

Jetzt sei man pleite, erklärt Sascha Weber. Kein einziger Bauauftrag dürfe mehr raus. Am Anfang seien die Baukosten noch auf 100. 000 Euro geschätzt worden. Am Ende hätten sie bei über über einer halbe Million Euro gelegen. Aktuell müssten nur noch Verputz- und kleinere Malerarbeiten gemacht werden, dann sei man fertig.

Ostern großes Einweihungsfest

Zu Ostern wolle man die Kirche mit einem großen Fest, bei dem man sich auch bei den großzügigen Spendern bedanken wolle, wieder einweihen. Leider sei kein Cent übrig geblieben für Verschönerungen im Inneren der Kirche. „Eine moderne, flexiblere Bestuhlung und eine neue Heizung, das wäre toll gewesen, aber wir haben wirklich alles Geld jetzt schon ausgegeben“, verrät Pfarrer Sascha Weber. Doch auch ohne neue Inneneinrichtung hofft er darauf, dass die Martinskirche in Battenberg wieder ein "geistiges Kraftzentrum“ für die Dorfbewohner werde.

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