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Am Mittwoch werden Asylsuchende in der Erstaufnahmeeinrichtung in Speyer gegen das Coronavirus geimpft. Durchgeführt werden die Impfungen durch ein Mobiles Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Nach Angaben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) hat jeder der fast 700 Bewohnerinnen und Bewohner der Flüchtlingseinrichtung die Möglichkeit, geimpft zu werden. Es sind allerdings nur rund 450 bis 500 impffähig. Der Rest sind Kinder, für die der Impfstoff noch nicht zugelassen ist. Verwendet werde dabei der Impfstoff von Johnson und Johnson. Bei diesem Impfstoff sei nur eine einmalige Impfung notwendig.

Der neue Impfstoff von Johnson & Johnson dürfte bald zur Verfügung stehen. (Foto: Reuters)
Der Impfstoff von Johnson & Johnson trägt den offiziellen Namen "Janssen".

Im Vorfeld der Impfung werden die Flüchtlinge mit Hilfe von Übersetzern über das Impfen aufgeklärt. Mindestens 120 Menschen sollen nach Angaben des Speyerer Einrichtungsleiters heute geimpft werden.

Trotz der ausführlichen Impfaufklärung sei die Impfbereitschaft bei einer ähnlichen Aktion in einer Flüchtlingseinrichtung in Trier relativ gering gewesen. Die Impfaktion soll bei Bedarf in Zukunft wiederholt werden.

Hohe Infektionszahlen in Einrichtung

Zuvor hatten Speyerer Einzelhändler beim Land die hohen Infektionszahlen in der Einrichtung beklagt: Durch sie würde der Inzidenzwert der Stadt in die Höhe getrieben werden, weswegen die Läden geschlossen bleiben müssten. Das stimme nicht, sagt das Land: Die Infektionszahlen in den Heimen seien nicht besonders hoch.

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Auch die Stadtverwaltung gibt an, dass die Ursache der hohen Zahlen in Speyer etwas komplizierter ist: Ansteckungen erfolgten hauptsächlich im privaten Umfeld. Dennoch wünscht die Stadt sich, dass die Infektionsfälle in der Einrichtung nicht bei der Inzidenz für Speyer mitgezählt werden. 

Impfungen für Obdachlose und Asylbewerber in Ludwigshafen

Auch in Ludwigshafen sollen laut Gesundheitsministerium mobile Impfteams zum Einsatz kommen, vorerst aber nur in Obdachlosenunterkünften und Asylbwerberheimen. Impfungen in Brennpunktvierteln in Ludwigshafen lehnte das Land vorerst ab.

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