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In Speyer haben Zollbeamte ein ganz besonderes Paket beschlagnahmt. Darin entdeckten sie 39 lebende Eidechsen. Die Tiere wurden aus Teneriffa verschickt.

Die Zollbeamten der Internationalen Frachtstation Speyer fanden die Eidechsen beim Röntgen eines Paketes am Montag. Wie die Polizei jetzt mitteilte, waren die Tiere in eingenähten Stoffsäcken gestapelt. Trotz des nicht artgerechten Transportes haben alle Eidechsen überlebt. Das Paket war laut Polizei an eine Frau aus Nordrhein-Westfalen adressiert, die Aufschrift "Lebende Tiere" habe gefehlt, stattdessen sei das Päcken als "Souvenir" aufgegeben worden.

Eidechsen, verschlossen in Stoffsäcken (Foto: Hauptzollamt Saarbrücken)
Eingenäht in Stoffsäcken: So haben die Eidechsen den Weg von Teneriffa nach Speyer überlebt. Hauptzollamt Saarbrücken

Haftstrafe möglich

Die sogenannten „Gallotia“ Kanaren-Eidechsen seien eine geschützte Art. Ein legaler Transport nach Deutschland sei nur mit entsprechenden Dokumenten und einer Einfuhrgenehmigung möglich. Da die Empfängerin die nicht vorlegen konnte, muss sie jetzt mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Für den Kauf und den Verkauf artengeschützter Tiere können nach Angaben der Polizei Haftstrafen von bis zu fünf Jahren drohen.

Röntgenaufnahme des Postpakets (Foto: Hauptzollamt Saarbrücken)
Röntgenaufnahme des Postpakets: So haben die Zöllner die Eidechsen entdeckt. Hauptzollamt Saarbrücken

Tierheim übernimmt Eidechsen

Die Tiere sind wohlauf. Die Zöllner verständigten das zuständige Veterinäramt, die Eidechsen seien untersucht und dann in ein Tierheim gebracht worden, so die Polizei. Bei der Internationalen Frachtstation Speyer werden Postsendungen, die aus Spanien, Portugal, Frankreich und die Schweiz nach Deutschland kommen und Postsendungen aus den USA überprüft.

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