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Ein Streit tobt derzeit in der Pfalz, und zwar um das Pfälzer Dubbeglas. Ein Geschäftsmann hatte sich nämlich den Namen „Dubbeglas“ beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen lassen. Aber warum?

Beim Patentamt wurde ausschließlich der Namen geschützt. Die Form des Schorle-Glases mit den charakteristischen Tupfen an den Seiten spielt dabei keine Rolle. In einer Online-Petition, die bereits etwa 3.000 Unterstützer hat, wird gefordert den Namen „Dubbeglas“ wieder freizugeben. Jochen Stahler aus Neustadt an der Weinstraße hat die Petition auf den Weg gebracht.

Wir waren natürlich schockiert, als wir gehört haben, dass sich jemand den Namen als Wortmarke schützen lässt.

Jochen Stahler, Initiator der Online-Petition

Andreas Steinbach aus Oberwiesen (Donnersbergkreis) kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Er habe sich die Markenrechte nicht gesichert, um sich bereichern, sondern um ein Kulturgut zu schützen.

Das Dubbeglas gehört in die Pfalz. Mein Vorschlag war eigentlich: Man könnte eine Interessensgemeinschaft Dubbeglas gründen.

Andreas Steinbach, Rechteinhaber "Dubbeglas" aus Oberwiesen

Der Mann aus dem Donnersbergkreis wolle nicht, wie in der Petition behauptet wird, Lizenzgebühren verdienen. Er habe nichts dagegen, wenn der Begriff verwendet wird. Man müsse ihn nur fragen. Bisher wären nur zwei Menschen auf ihn zugekommen. Und mit denen sei er sich einig geworden, ohne das Geld geflossen wäre. Zudem wünsche er sich, dass In Zukunft miteinander und nicht übereinander gesprochen werde.

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