Ein Lauschiger See (Foto: SWR, SWR)

"Wenn der Deich bricht, saufen wir alle miteinander ab“

In Otterstadt tobt ein Streit um einen zu niedrigen Deich

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Am Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal fragen sich die Menschen in der Vorder- und Südpfalz: Könnte das bei uns auch passieren? Das fürchten jedenfalls die Bürger in Otterstadt im Rhein-Pfalz-Kreis.

Ein Extrem-Hochwasser im Rhein könnte Otterstadt mit seinen 3.500 Einwohnern überschwemmen. Zwar gibt es dort einen Rheinhauptdeich, aber der ist auf knapp zwei Kilometern Länge zu niedrig. Die Otterstadter wollen mehrheitlich einen höheren Deich. Die für Hochwasserschutz zuständige Landesbehörde pocht dagegen auf ein Naturschutzgesetz und will lieber einen neuen Deich an anderer Stelle bauen.

Warum das die Landwirte auf die Palme bringt und seit mehr als fünf Jahren die Justiz beschäftigt, berichtete Zur Sache Rheinland-Pfalz im April. Geändert hat sich an den Fakten seither nichts. Das hat eine SWR-Anfrage ergeben.

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Landau

Landau Hochwasserschutzkonzept auf der Zielgeraden

Das neue Hochwasserschutzkonzept für Landau soll voraussichtlich bis zum Jahresende vorliegen. Nach Angaben des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs der Stadt, EWL, ist die Bürgerbeteiligung an dem Konzept jetzt abgeschlossen. In den vergangenen Monaten gab es in der Stadt Landau und den Ortsteilen Besichtigungen und Informationsveranstaltungen. Das Ziel war, auch die Ideen der Einwohnerinnen und Einwohner bei der Hochwasservorsorge zu berücksichtigen. Das Schutzkonzept soll dazu beitragen, Schäden durch Starkregen zu verringern. Denkbar wäre - nach Angaben des EWL - zum Beispiel der Bau von sogenannten Notabflüssen für Wasser oder ein verbessertes Warnsystem falls die Pegelstände der Gewässer stark ansteigen. Wie der EWL mitteilt, werden sich manche Ideen einfach umsetzen lassen, andere dagegen könnten Millionen-Investitionen auslösen. Zuletzt hatten im Sommer vor vier Jahren zwei extreme Unwetter in Landau Schäden verursacht.  mehr...

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