100.000 Besucher erwartet

Weinkerwe Deidesheim: Diskussion um Eintrittspreis

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In Deidesheim (Kreis Bad Dürkheim) ist am 12. August nach zwei Jahren Corona-Pause die traditionelle Weinkerwe. In diesem Jahr wird erstmals Eintritt verlangt. Das sorgt für Unmut bei einigen Deidesheimern. Trotzdem rechnet die Stadt mit 100.000 Besuchern an zwei Wochenenden.

Weinfest in Deidesheim (Foto: Tourist Service Deidesheim)
Weinfest in Deidesheim - dieses Jahr mit Eintritt (Archivbild) Tourist Service Deidesheim

Vor der Pandemie zählte das Event etwa 200.000 Besucher über den gesamten Zeitraum. Seit einigen Wochen steht fest, dass die Besucher drei Euro Eintritt bezahlen müssen. Mit dem Eintritt will die Stadt die gestiegenen Kosten finanzieren – unter anderem braucht das Fest mehr Sicherheitspersonal. Und die Stadt will verhindern, dass zu viele Menschen das Festgelände gleichzeitig besuchen. Nach Auskunft des Tourismusbüros musste die Stadt 100.000 Euro für ein Sicherheitskonzept mit Einzäunung und Überwachung des Festgeländes ausgeben.

Geteilte Meinungen in Deidesheim

Im Vorverkauf wurden zwar bereits 5.000 Tickets verkauft. Trotzdem ist die Meinung der Bürger in der Stadt geteilt, sagt Bürgermeister Manfred Dörr.

"Viele bezweifeln, dass eine Kerwe mit Eintritt noch eine echte Kerwe ist, so wie sie früher war."

Der Deidesheimer Bürgermeister rechnet aber auf Grund der Stimmungslage der Menschen und des guten Wetters damit, dass viele Besucher kommen werden.

Vorverkauf läuft gut

Auch Stefan Wemhoener von der Touristinformation bestätigt dem SWR, dass er mit guten Besucherzahlen rechnet. "Der Bändchenverkauf läuft gut. Es werden mit Sicherheit weniger Leute kommen. Das wissen wir. Das heißt aber nicht, dass man weniger feiern kann."

"Man muss dem Konzept eine Chance geben."

Beschimpfungen und anonyme Schreiben

Der Leiter der Touristinformation hat die Kritik zum neuen Konzept deutlich gespürt, findet aber, dass man die Stimmen gar nicht so nah an sich rankommen lassen sollte. Es würde teilweise sehr persönlich werden. "Das gibt es anonyme Schreiben, da gibt es Beschimpfungen." Stefan Wemhoener betont, dass das neue Konzept eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten gewesen sei.

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