E-Scooter liegen auf dem Boden (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

Umweltfreundlich oder ultra gefährlich?

Stadt Ludwigshafen will gegen wild geparkte E-Scooter vorgehen

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Auch in Ludwigshafen gibts immer mehr Probleme mit E-Scootern: Oft versperren umgekippte E-Roller Gehwege oder werden einfach wild abgestellt. Die Stadt will jetzt dagegen vorgehen.

Laut Stadt gibt es aktuell in Ludwigshafen vier Firmen, die E-Scooter verleihen, die teilweise auch in Mannheim aktiv sind. Pro Tag stehen demnach zwischen 800 und 900 elektrische Tretroller zur Verfügung. Typische Probleme seien das Fahren auf Gehwegen, das Fahren unter Alkohol oder mit mehr als einer Person. Die Polizei könne solche Verstöße aber immerhin kontrollieren und bestrafen. Am Montage tagte der Bauausschuss zu dem Thema.

Problem in Ludwigshafen: Vandalismus mit E-Scootern

Hinzu kommt jedoch, dass die elektrischen Tretroller oft nach Gebrauch einfach irgendwo auf Gehwegen abgestellt oder abgelegt würden. Außerdem scheinen sich manche Passanten auch einen Spaß daraus zu machen, ordnungsgemäß abgestellte Scooter umzustellen oder umzuwerfen.

E-Scooter liegen auf dem Boden (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Julian Weber)
Ein E-Scooter als Hindernis für Fußgänger picture alliance/dpa | Julian Weber

Hier habe das Ordnungsamt kaum Möglichkeiten, einzugreifen, so die Stadt. Beschwerden würden aber an die Betreiber des Verleihs weitergeleitet. Und die bemühten sich in der Regel darum, Mängel zu beheben und die Tretroller wieder einzusammeln.

Auch Betreibern sind die Hände gebunden

Die Firmen haben sich laut Stadtverwaltung in einer Erklärung selbst dazu verpflichtet, bestimmte Standards einzuhalten. Beispielsweise festzulegen, wie viele Fahrzeuge in der Innenstadt angeboten werden dürfen, was beim Abstellen der Scooter beachtet werden musst und wo keine abgestellt werden dürfen.

Allerdings sind auch den Betreibern die Hände gebunden: Die würden ihre Kunden zwar immer wieder auf den rechtmäßigen Gebrauch der E-Tretroller hinweisen. Sie könnten aber nicht verhindern, dass die dagegen verstoßen und das auch nicht bestrafen, so die Stadtverwaltung weiter. Denn anders als bei Autos könnten E-Scooter auch noch bewegt werden, wenn sie bereits abgestellt seien.

Gemeinsames System mit VRN und der Region angestrebt


Die Stadt Ludwigshafen will nun erreichen, dass die Kommunen im Bereich der Verkehrbetriebe Rhein-Neckar (VRN) bei der E-Scooter-Problematik an einem Strang ziehen. Laut Stadtverwaltung gab es dazu bereits im vergangenen Januar Gespräche mit den Verleihfirmen, dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) sowie den Städten Mannheim, Heidelberg und Kaiserlautern.

Verbundweites Ziel sei, dass E-Scooter künftig ordentlich abgestellt werden und Verstöße dagegen bestraft werden können. Dabei könnte eine Lösung sein sein, wenn die betroffenen Akteure den Verleih von Fahrrad- und E-Tretroller-
Systemen gemeinsam ausschreiben und vergeben - zumal im VRN-Gebiet ab 2026 eine neue Ausschreibung für das Fahrradvermietsystem anstehe. Allerdings müsse bei dieser Variante das Abstellen der Roller durch die Kommunen reguliert und überwacht werden.

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