Die Innenstadt von Ludwigshafen (Foto: SWR)

Nach Corona-Mutation

Doch keine 15-Kilometer-Regel in Ludwigshafen

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Die Stadt Ludwigshafen hat ihre Pläne zur 15-Kilometer-Regel am Freitag zurückgezogen. Ursprünglich sollte die Verschärfung der Corona-Schutz-Maßnahmen ab Samstag früh gelten.

Als Grund nannte die Stadt die Corona-Testergebnisse in der betroffenen Asylunterkunft. Diese haben ergeben, dass es sich bei dem nachgewiesenen Coronavirus-Mutanten um einen Einzelfall handele. Das teilte die Stadt Ludwigshafen in einer Pressemitteilung am Freitag Abend mit.

Alle getesteten Personen der Unterkunft seien nicht am Coronavirus erkrankt. In Abstimmung mit den Fachbehörden habe sich die Stadt deshalb dazu entschlossen, die geplante Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer doch nicht in Kraft zu setzen.

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Asylunterkunft bleibt in Quarantäne

Die knapp 160 Bewohner der Unterkunft seien aber bis auf weiteres in Quarantäne. Sie seien Kontaktpersonen ersten Grades.

"Das Ergebnis hat uns überrascht und erleichtert zugleich. Sehr wahrscheinlich haben wir es mit einem Einzelfall zu tun, so jedenfalls der momentane Stand der Dinge."

Corona zwinge uns immer wieder zu schnellem Handeln, weil wir nur so die Gesundheit der Menschen schützen und die Ausbreitung des Virus stoppen können, fügt die Oberbürgermeisterin hinzu.

Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Steinruck zu 15-Kilometer-Regel

Noch am Freitagmittag wollte die Stadtverwaltung die 15-Kilometer-Regel einführen. Diese Maßnahme sei nötig, um eine Ausbreitung der mutierten Variante des Coronavirus zu verhindern, erklärte die Oberbürgermeisterin noch Stunden zuvor. Außerdem habe das Land wegen des hohen Inzidenzwertes bereits seit längerem darauf gedrängt, dass in Ludwigshafen die Bürger auf einen Bewegungsradius von 15 Kilometer beschränkt werden. Nachdem jetzt ein mutiertes Coronavirus nachgewiesen wurde, sei ihr jetzt keine andere Wahl mehr geblieben.

Grund: Corona-Mutation bei Ludwigshafener entdeckt

Anlass der verschärften Maßnahmen war der Nachweis einer Virus-Mutation bei einem Bewohner einer Asylunterkunft in Ludwigshafen-Oggersheim vor wenigen Tagen. Auffällig ist, dass die Personen in der Asylunterkunft eigentlich schon alle Corona hatten - im Frühjahr 2020. Daher habe man dort nicht mit einer Neuansteckung gerechnet, so OB Steinruck.

Nach dem entdeckten Mutation-Fall sei die Einrichtung am Donnerstagabend unter Quarantäne gestellt worden. Jeder der 157 Bewohner werde ab Freitag auf Corona getestet. Die Tests sollen dann alle drei Tage wiederholt werden.

Ludwigshafen

Corona-Mutation in Ludwigshafen Weitere Tests in Asylbewerberunterkunft

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Dem Infizierten gehe es gesundheitlich gut, er habe milde Symptome, teilte das Klinikum Ludwigshafen mit. Dort wird er aktuell behandelt. Mit welcher Coronavirus-Variante er sich nun angesteckt habe, wisse man noch nicht sicher.

Corona-Virus-Mutationen im Kreis Südliche Weinstraße

Ludwigshafen ist nicht die einzige Stadt, in der Coronavirus-Mutationen vorkommen. Am Donnerstag gab es einen weiteren Fall im Landkreis Südliche Weinstraße.
Nach Angaben der Kreisverwaltung soll sich ein Mann mit der britischen Variante des Coronavirus angesteckt haben. Die Behörde ruft deshalb dazu auf, sich an die gängigen Corona-Regeln zu halten.

Corona-Virus-Mutation im Kreis Bad Dürkheim

Am Freitag gab es einen weiteren Fall im Landkreis Bad Dürkheim. Nach Kreis-Angaben handelt es sich dort um die britische Variante. Betroffen sei eine Person, die zurzeit im Krankenhaus behandelt werde. Es gebe den Verdacht, dass auch der Partner der betroffenen Person an der Variante erkrankt sein könnte. Das Ergebnis stehe noch aus.

Und auch in anderen Teilen in Rheinland-Pfalz wurden bereits Mutationen des Coronavirus nachgewiesen. So etwas im Kreis Germersheim, im Kreis Mainz-Bingen und im Kreis Trier-Saarbug.

Stadt Ludwigshafen gibt Entwarnung

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