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Im Ludwigshafener Asylbewerberheim, in dem eine Corona Mutation nachgewiesen wurde, hat ein weiterer Mann Krankheitssymptome entwickelt. Er war noch Ende vergangener Woche negativ auf das Virus getestet worden.

Der Mann habe wohl Fieber, so die Stadt Ludwigshafen. Er sei heute, zusammen mit allen anderen Bewohnern, erneut auf das Virus getestet worden. Ergebnisse sollen spätestens morgen früh vorliegen. Der Bewohner, bei dem die britische Variante des Virus' letzte Woche zuerst nachgewiesen wurde, ist mittlerweile symptomfrei und wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Er wird laut Stadt in einer anderen Einrichtung untergebracht, wo er seine Quarantäne fortsetzt.

Nicht alle Bewohner sind zurückgekehrt

Insgesamt sei die Lage in der Unterkunft unübersichtlich. Einige Bewohner seien, nachdem das Heim unter Quarantäne gestellt wurde, erst gar nicht mehr in die Unterkunft zurückgekehrt und inzwischen wohl bei Freunden untergetaucht.

Zwischenfall bei erster Testrunde

Ende letzter Woche war die Asylbewerberunterkunft abgeriegelt worden. Die Testung musste am Freitagmorgen unterbrochen werden, wegen eines psychisch auffälligen Bewohners.

Die Verantwortlichen der Asylunterkunft und Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD), die zu dieser Zeit vor Ort waren, zeigten für den Vorfall allerdings Verständnis. Die Abschottung der ganzen Unterkunft sei eine Ausnahmesituation.

Asylbewerber in Ludwigshafen zum zweiten Mal mit Corona infiziert

Am Donnerstag war die Corona-Mutation bei einem der Bewohner bekannt geworden. Auffällig ist, dass er sich zum zweiten Mal angesteckt hat. Bereits im Frühjahr 2020 hatte es einen Corona-Ausbruch in der Unterkunft gegeben und alle Bewohner hatten sich infiziert. Daher habe man dort nicht mit einer Neuansteckung gerechnet, so OB Steinruck. So hätten sicherlich auch die Bewohner gedacht und nicht mit einer weiteren Quarantäne gerechnet.

In Ludwigshafen ist damit zum ersten Mal eine Mutante des Coronavirus nachgewiesen worden. Ursprünglich wollte die Stadt daraufhin eine 15-km-Regel einführen. Sie ruderte dann aber am Freitagabend wieder zurück.

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