Nach Verhaftung von mutmaßlichem Brandstifter

Krankenhaus Kandel: Brandschaden geht in die Millionen

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Der Schaden an der Asklepios-Südpfalzklinik Kandel ist deutlich höher als bisher angenommen. Wie der Geschäftsführer mitteilt, liegt die Schadenssumme bei mehreren Millionen Euro. Anfangs war man zunächst von einer halben Million Euro ausgegangen.

Brand Klinik Kandel (Foto: Privat)
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Nach Angaben des Geschäftsführers der Asklepios-Südpfalzklinik Kandel, Frank Lambert, ist bei dem Brand an Neujahr die Lüftungstechnik durch den Rauch verunreinigt worden. Unter anderem müssten Filteranlagen aufwändig ausgetauscht werden.

Krankenhausbetrieb in Kandel nur eingeschränkt möglich

Deshalb läuft der Krankenhausbetrieb in Kandel nur eingeschränkt. Die Notaufnahme sei zwar geöffnet, aber es könnten keine Operationen stattfinden. Eine von zwei Intensivstationen könne nicht betrieben werden. Dadurch fielen acht Betten komplett weg, vor allem für die Versorgung von Schlaganfallpatienten. Die Covid-Station aber sei weiterhin offen.

Die neue Lüftungsanlage werde frühestens Ende Januar fertig sein. Erst danach könne die Klinik wieder in den Normalbetrieb starten.

42-Jähriger Tatverdächtiger in Haft

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Freitag mitgeteilt, einen Mann aus dem Landkreis Südliche Weinstraße wegen schwerer Brandstiftung festgenommen zu haben. Er soll am Neujahrstag einen Außenbereich des Krankenhauses abgestellten Wäschecontainer angezündet und dadurch den Schaden am Gebäude verursacht haben. Drei Menschen mussten wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden. Die Notaufnahme des Krankenhauses war vorübergehend komplett geschlossen.

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Staatsanwaltschaft Landau: Mann hat Vorbehalte gegenüber Medizinern

Wie die Leitende Oberstaatsanwältin in Landau auf SWR-Anfrage sagte, sei der Mann bereits vor den mutmaßlichen Taten durch ausfälliges und verbal aggressives Verhalten gegenüber Klinikmitarbeitern auffällig geworden. Dadurch sei man auf ihn aufmerksam geworden. Zeugenbefragungen hätten den dringenden Tatverdacht erhärtet.

Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft, dass der 42-Jährige generell unzufrieden mit medizinischer Behandlung ist und eine negative Haltung gegenüber Ärzten und Krankenhausmitarbeitern hat. Ob der Mann selbst oder vielleicht Angehörige in einem der beiden Krankenhäuser in Behandlung waren, dazu hat die Staatsanwaltschaft keine Angaben gemacht.

Polizei: Hinweise auf Brandbeschleuniger

Laut Polizei hatten Gutachter in beiden Fällen Hinweise auf Brandbeschleuniger gefunden. Beim Brand im Krankenhaus Kandel wird dem 42-Jährigen schwere Brandstiftung vorgeworfen. Beim Brand des Autos Brandstiftung. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

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