Wegen Omikron-Variante

Corona: Besucherstopp in immer mehr Krankenhäusern in der Pfalz

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Die Zahl der Corona-Infektionen steigt drastisch an - bundesweit, aber auch in der Vorder- und Südpfalz. Deswegen erlauben dort immer weniger Kliniken und Krankenhäuser Patientenbesuche.

Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer. (Foto: SWR)
Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer

Das Krankenhaus in Grünstadt hat bereits Ende November einen Besucherstopp verhängt, das Klinikum Landau-Südliche Weinstraße ebenso, seit dieser Woche nun auch das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer. Ausnahmen gibt es nur in besonderen Fällen: Wenn ein Patient im Sterben liegt, etwa. Auch bei der Geburt lassen die Krankenhäuser meist zu, dass eine Begleitperson dabei ist.

Viele Krankenhäuser verlangen für diese Fälle zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen: In Grünstadt müssen Besucher laut Webseite des Krankenhauses beispielsweise geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen.

Erste Krankenhäuser ziehen Zwischenbilanz

Das Klinikum Ludwigshafen gehörte Ende November ebenfalls zu den ersten Krankenhäusern, die einen Besucherstopp verhängten, aus Sorge, sich Corona ins Haus zu holen. Der überwiegende Teil der Patienten und Angehörigen habe Verständnis dafür, zieht eine Sprecherin Zwischenbilanz: Es sei allen klar, dass das Klinikum seine Patienten bestmöglich vor einer Infektion schützen will.

Der Eingang des Klinikums Ludwigshafen (Foto: SWR)
Der Eingang des Klinikums Ludwigshafen

Zudem gebe es ja Ausnahmen, bei Menschen die im Sterben liegen oder wenn ein Demenzkranker eine vertraute Bezugsperson brauche. Das Klinikum Landau-SÜW räumt auf Anfrage des SWR ein, dass es natürlich gerade keine leichte Situation für die Patienten und die Angehörigen sei. Aber auch hier würden die Maßnahmen akzeptiert.

Beleidigungen, Drohungen, Polizeieinsätze

Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen berichtet dagegen von massiven Problemen mit jeder Einschränkung der Besuchsregelung. Beleidigungen und Drohungen von Angehörigen gegenüber Klinikpersonal seien zeitweise an der Tagesordnung gewesen - auch vor dem Besucherstopp, als es noch um Maskenpflicht und Abstand ging.

Gerade Großfamilien hätten oft nicht einsehen wollen, dass es unter Corona-Bedingungen nicht möglich ist, sich mit vielen Personen um ein Krankenbett zu scharen. Durch den Besucherstopp würden solche Konflikte zumindest nicht mehr bis ins Krankenhaus getragen. Für das Team des Krankenhauses sei das eine Entlastung.

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