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Rund 65 Jahre stand unbemerkt in einer Ecke der Sakristei von St. Bernhard in Speyer eine Kiste mit Erde von nordfranzösischen Schlachtfeldern. Am Samstag wurde sie beigesetzt.

Am Gedenktag zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 wurde in der Speyerer Friedenskirche Sankt Bernhard die Eichenkiste mit Erde von Soldatengräbern und Kriegsschauplätzen in einem Mahnmal beigesetzt.

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Erde stammt von Schlachtfeldern aus Frankreich

Die bereits in den 1950er Jahren gesammelte Erde stammte von sieben nordfranzösischen Kriegsschauplätzen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Offenbar stand sie jahrzehntelang unerkannt in der Sakristei der Kapelle - bis sie vom Historiker Markus Lamm entdeckt wurde.

Die Friedenskirche Sankt Bernhard symbolisiert die deutsch-französische Aussöhnung. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam von deutschen und französischen Katholiken errichtet. Zur Grundsteinlegung 1953 kamen mit Heinrich von Brentano und Robert Schuman die Außenminister beider Länder. Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer sprach von einem Symbol für ein neues, friedliches Europa.

Zeremonie wurde live übertragen

Außergewöhnlich an der bewusst schlicht gehaltenen Kirche ist die Krypta, der eigentliche Mittelpunkt des Friedensgedenkens. In Wandnischen der Pax-Christi-Kapelle wurde Erde aus allen Kontinenten eingelassen - beispielsweise aus Nagasaki, Kursk sowie Auschwitz. Die nun neu hinzukommende Erde wird in einer eigens geschaffenen Stele beigesetzt.

Der Vorsitzende der christlichen Friedensinitiative Pax Christi, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, hat die live im Internet übertragene Zeremonie geleitet.

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