"Metropol"-Baugrube in Ludwigshafen (Foto: SWR)

Dauerbaustelle am Berliner Platz

Wie geht‘s weiter beim Metropol-Hochhaus Ludwigshafen?

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Irmgard Reißinger

Seit Jahren klafft ein großes Loch im Zentrum Ludwigshafens. Dort soll das neue Metropol-Hochhaus entstehen. Am Donnerstag hat der Investor erstmals den Besuch der Baugrube ermöglicht.

Die Geschichte des Metropols begann vor fast zehn Jahren: Ein Investor aus Baden-Württemberg kaufte das Grundstück am Berliner Platz in Ludwigshafen. Sein Projekt: Ein 120-Millionen Euro teures Hochhaus mitten im Stadtzentrum. Dann bremsten Finanzierungsprobleme und Betonwände eines alten Weltkriegsbunkers die Pläne aus. Jetzt sind die Hindernisse beseitigt. Es kann nun richtig losgehen mit den Bauarbeiten.

"Metropol" Baugrube in Ludwigshafen (Foto: SWR)
Berge von Bauschutt türmen sich auf der Metropol-Baustelle am Berliner Platz im Zentrum von Ludwigshafen Bild in Detailansicht öffnen
Stephan Mertens vom Investor Timon Bauregie, Manfred Wendig, Projektleiter beim Bauunternhemen Hochtief, das die Arbeiten durchführt und Uwe Keil von der Projektsteuerung vor der Metropol-Baustelle (v.l.n.r.) Bild in Detailansicht öffnen
Betonschutt vom alten Bunker neben dem ehemaligen Keller des früheren Kaufhauses am Berliner Platz, dahinter das Faktorhaus. Der zerkleinerte Beton des Bunkers soll teilweise in den Keller verfüllt werden. Bild in Detailansicht öffnen
Abrissbagger vor der Öffnung des alten Bunkers, der noch weitläufiger in die Ludwigshafener Innenstadt reicht. Die 2,5 Meter dicke Betondecke des Bunkers wurde langwierig abgemeisselt, der Staub ärgerte die Anwohner. Bild in Detailansicht öffnen
Stephan Mertens vom Investor Timon Bauregie am Berliner Platz im Zentrum von Ludwigshafen: Hier soll bis 2024 das Metropol-Hochhaus entstehen. Bild in Detailansicht öffnen
Blick auf die Metropol-Baustelle in Richtung Westen mit dem Ankerhof und der Kirche St. Ludwig im Hintergrund Bild in Detailansicht öffnen
Kellerrest des ehemaligen Kaufhauses am Berliner Platz Bild in Detailansicht öffnen
Betonschutt vom Bunker unter Resten des Kaufhaus-Kellers am Berliner Platz Bild in Detailansicht öffnen

Fünf Meter tiefes Bauloch

Eine schwankende Metalltreppe geht hinunter in die Baugrube. Hier türmen sich Berge von zerkleinertem Bauschutt. Nach Monaten mit viel Lärm und Staub sind nun die massiven Betonwände des Weltkriegsbunkers beseitigt. Ein Teil der Schuttberge wird dazu genutzt, den ehemaligen Keller des früheren Kaufhauses am Berliner Platz zu verfüllen, sagt der Geschäftsführer von Timon Bauregie, Stephan Mertens. Früher stand an dieser Stelle der Kaufhof. Das Gebäude wurde als "Tortenschachtel" ein Wahrzeichen Ludwigshafens.

Erdgeschoss soll noch im Frühjahr stehen

Ist der ganze Schutt in der Baugrube beseitigt, können die eigentlichen Arbeiten für das neue Hochhaus beginnen. Mehr als 60 Bohr-Pfähle sollen für ein starkes Fundament in den Untergrund getrieben werden. Dann soll die Grundplatte hergestellt werden, im Frühjahr soll das Erdgeschoss stehen, so Stephan Mertens. Zwei 70 Meter hohe Bau-Kräne werden zur Jahresmitte erwartet. Alle zwei Wochen werde das Gebäude anschließend jeweils um ein Stockwerk weiter wachsen.

Ende 2024 soll Metropol fertig sein

70 Meter hoch wird das Metropol-Hochhaus, ein benachbarter Turm 29 Meter. Ins Erdgeschoss sollen Ladengeschäfte, auf neun Etagen will ein Hotel einziehen, darüber sind noch Büroflächen geplant. "Das Interesse daran ist groß, aber es sind auch noch freie Flächen zu haben", sagt der Geschäftsführer von Timon Bauregie.

Platanenhain am Berliner Platz (Foto: SWR)
Die Platanen am Berliner Platz müssen für den Bau der Tiefgarage vorübergehend ins Exil

Platanen ziehen im Herbst um

Ein Teil des Metropol-Projektes ist der Bau einer Tiefgarage unter dem benachbarten Platanenhain. Die Bäume dort wurden gerade frisch zurückgeschnitten. Im Herbst sollen sie vorübergehend ausgepflanzt werden. Das wurde mit dem Investor so vereinbart. Nach Fertigstellung der Garage wird der Park mit den Platanen wieder hergestellt.

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