Bunte Fahnen mit der Aufschrift "BASF" wehen vor dem Konferenzgebäude des Chemiekonzerns BASF im Wind.  (Foto: dpa Bildfunk, Fotograf: Uwe Anspach)

Umsatzsteigerung nach Coronajahr

BASF macht 200 Prozent mehr Gewinn im ersten Halbjahr

STAND

Die BASF lässt die Corona-Krise hinter sich. Der Umsatz des Konzerns steigerte sich im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahr um fast 60% auf rund 20 Milliarden Euro.

Beim Gewinn ist die Steigerung noch deutlicher – nach Steuern bleiben 1,65 Milliarden Euro in der Kasse. Vor einem Jahr noch hatte der Chemiekonzern einen Verlust wegen Abschreibungen von fast 900 Millionen verkraften müssen. Auf das gesamte erste Halbjahr gesehen liegt die Gewinnsteigerung bei über 200 Prozent. Die Gründe für die gute Entwicklung sind höhere Preise und Mengen.

Qualmende Schornsteine sind in Ludwigshafen auf dem Gelände des Chemiekonzerns BASF zu sehen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa)
Zur Wirtschaft im Südwesten gehört unter anderem der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen. picture alliance / dpa

BASF hat wegen guter Bilanz Jahresziele höher gesteckt

Die BASF hatte bereits Anfang Juli vorläufige Quartalszahlen veröffentlicht und ihre Jahresziele angehoben. Das Unternehmen erwartet für 2021 einen Umsatzanstieg auf bis zu 77 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen soll bis zu 7,5 Milliarden zulegen.

Keine negativen Einflüsse mehr durch Pandemie erwartet

Auch der Blick auf die Weltkonjunktur ist positiv: In den kommenden Monaten geht der Chemiekonzern aus Ludwigshafen von einer weitgehend stabilen Entwicklung in der Industrie aus. BASF erwartet zudem, dass die Politik zur Bekämpfung der Corona-Pandemie keine negativen Einflüsse auf die wirtschaftlichen Aktivitäten des Konzerns haben wird. Der Konzern hatte sich zum Beispiel mit viel Home Office an die neue Situation angepasst.

Die Chemiebranche und damit auch die BASF gelten als wichtiger Konjunkturindikator, da ihre Produkte in allen großen Industriezweigen benötigt werden.

Stellenabbau: 10.000 weniger arbeiten bei BASF

Bei der Belegschaft allerdings gab es Kürzungen. Bei BASF arbeiten aktuell noch rund 107.000 Menschen, das sind 10.000 oder 8 Prozent weniger als 2020.

Mehr Aktuelles zur BASF

Ludwigshafen

Unternehmen will klimaneutral werden BASF beteiligt sich an Offshore-Windpark

Die BASF wird gemeinsam mit dem Energie-Konzern Vattenfall einen Offshore-Windpark in den Niederlanden betreiben. Bis zum Jahr 2050 will das Unternehmen klimaneutral produzieren.  mehr...

Ludwigshafen

Gemeinsamer Windpark soll Chemie-Produktion versorgen BASF und RWE arbeiten für Klimaschutz zusammen

Der Chemiekonzern BASF und der Energiekonzern RWE planen einen gemeinsamen Offshore-Windpark. Er soll den BASF-Standort Ludwigshafen mit Öko-Strom versorgen.  mehr...

Ludwigshafen

"Endlich mal miteinander reden!" Protest gegen BASF-Trasse durch Naturschutzgebiet

Etwa 50 Bürger haben am Donnerstagabend in Ludwigshafen-Edigheim gegen eine Trasse für BASF-Lastwagen protestiert. Der Chemiekonzern bestreitet , dass es schon konkrete Pläne gibt.  mehr...

Ludwigshafen

BASF-Mitarbeiter sollen sich gegen Rassismus stellen Ludwigshafen: BASF erinnert an mehr als 30.000 Zwangsarbeiter

Mit einer Stolperschwelle erinnert die BASF seit Dienstag an über 30.000 Zwangsarbeiter, die im Dritten Reich auf dem Werksgelände in Ludwigshafen ausgebeutet wurden. Die BASF will ihre Mitarbeitenden ermutigen, heute klar Position zu beziehen - gegen Rassismus oder Antisemitismus.  mehr...

Mannheim

Wolke zog über Mannheim bis in hessischen Odenwald Ursache für gelbe BASF-Wolke in Ludwigshafen geklärt

Die Ursache für die gelbe Rauchfahne bei der BASF, Ende Juni, ist nach Angaben des Konzerns geklärt.  mehr...

STAND
AUTOR/IN