Betroffenheit und Wachsamkeit

Pfälzer Hochschulen reagieren auf mutmaßlichen Amoklauf in Heidelberg

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Der mutmaßliche Amoklauf an der Universität Heidelberg sorgt auch an den Hochschulen in der Pfalz für
Betroffenheit. Hochschulen wie in Ludwigshafen oder Landau machen sich immer wieder Gedanken, wie sie Studierende im Fall eines Amoklaufes schützen können.

Die Hochschule Ludwigshafen für Wirtschaft und Gesellschaft (Foto: SWR)
Die Hochschule Ludwigshafen für Wirtschaft und Gesellschaft (HWG)

Die Leitung der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen ist nach eigener Aussage "tief getroffen" von den Ereignissen in Heidelberg. Erst vor wenigen Monaten seien bei ihnen die Pläne, was im Katastrophenfall zu tun ist, aktualisiert worden. Dennoch soll das Geschehen in Heidelberg zum Anlass genommen werden, die Prozesse und Reaktionsketten noch einmal zu überprüfen und bei Bedarf auch anzupassen. Details, was konkret in diesen Plänen steht, will die Ludwigshafener Hochschule aber ganz bewusst nicht öffentlich machen.

Uni Landau: Eine Universität muss ein offener Ort bleiben

Auch die Universität in Landau hat nach eigenen Angaben bereits seit Jahren ein Notfallprotokoll. Aber auch das könne keinen hundertprozentigen Schutz garantieren, sagte ein Vertreter der Hochschulleitung in Landau. Und: "Die Nachricht über das Attentat an der Universität in Heidelberg hat uns tief erschüttert."

"Diese schreckliche Tat zeigt, wie verwundbar ein offenes System wie ein Universitätscampus ist – trotz Notfallprotokoll."

Die Uni Landau (Foto: SWR, SWR -)
Derzeit parken wohl kaum noch Räder vor der Uni SWR -

Universitäten stünden für Offenheit, Begegnungen, Dialog und freien Meinungsaustausch. Das müsse auch so bleiben: "Wir bewegen uns aktuell in aufgeladenen Zeiten. Gerade deshalb ist es wichtiger denn je, für uns als Universität, für eine offene und tolerante Haltung einzustehen und uns nicht einschüchtern zu lassen. Auch nicht von schrecklichen Gewalttaten."

Studierende in einem Hörsaal der Uni Koblenz-Landau (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Picture Alliance

Germersheim: mehrstufiger Notfallplan

Am Campus Germersheim der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz gilt ein mehrstufiger Notfallplan, der regelmäßig überprüft wird. Was die Schüsse in Heidelberg anbelangt, spricht Universitätspräsident Georg Krausch von "Bestürzung und Fassungslosigkeit". Mehr denn je müsse ein Campus als offener und zugleich sicherer Ort geschützt werden.

Opfer kommt aus der Pfalz

Der mutmaßliche Amoklauf in Heidelberg ist mittlerweile in mehrfacher Hinsicht näher an die Pfalz herangerückt: Wie am Mittwoch bekannt wurde, stammt die Studentin, die dabei getötet wurde, aus der Südpfalz. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Heidelberg auf Nachfrage. Die 23-jährige ist demnach in Landau geboren und hat zuletzt in Heidelberg gewohnt. Nach den bisherigen Ermittlungen gab es zwischen ihr und dem Täter keine persönliche Beziehung.

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