Wörth Stadt fordert Entschädigungszahlung

Der Bürgermeister der Stadt Wörth, Dennis Nitsche, fordert eine Entschädigung für entgangene Gewerbesteuereinnahmen. Es könne seiner Ansicht nach nicht sein, dass EU, Bund und Länder von den Strafzahlungen der Automobilhersteller profitierten und die Kommunen leer ausgingen. Zusammen mit seinem Kollegen, dem Oberbürgermeister von Wolfsburg, werde er alle betroffenen Städte Anfang April zu einer Konferenz nach Mainz einladen. Das sagte Nitsche beim Neujahrsempfang in Wörth. Durch den Dieselskandal drohen den großen Automobilherstellern wie Daimler und VW Strafzahlungen in Höhe von Hunderten Millionen Euro. Sie haben deshalb von den Kommunen bereits gezahlte Gewerbesteuern für mehrere Jahre zurückgefordert. In Wörth betreibt Daimler sein größtes LKW-Montagewerk. Für die Stadt bedeutet der Dieselskandal nach eigenen Angaben ein Minus von 60 Millionen Euro. Es sei deshalb nur fair, dass die, die von den Strafzahlungen profitierten, die Kommunen für ihre fehlenden Gewerbesteuereinnahmen entschädigen.

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