Weinstöcke bei Frost im Winter (Foto: SWR)

Winzer rechnen mit kleiner Ernte 2019 kaum Eiswein in der Pfalz

Die Eiswein-Ernte wird in diesem Jahrgang voraussichtlich sehr klein ausfallen. Kaum Winzer trauen sich, die Trauben hängen zu lassen und auf Frost zu hoffen.

Eiswein-Ernte ist nur möglich, wenn die Temperaturen unter minus sieben Grad fallen. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer scheuen viele Betriebe das Risiko großflächig Trauben für die Eiswein-Ernte hängen zu lassen. Es werde durch den Klimawandel immer unwahrscheinlicher, dass die erforderlichen Minusgrade tatsächlich erreicht werden. Außerdem gab es bei der diesjährigen Ernte ohnehin nur geringe Trauben-Mengen.

Sehr wenige Eisweinwinzer

Nach Angaben der Landwirtschaftskammer haben in diesem Jahr nur sehr wenige Winzer Trauben für die Eisweinlese hängen lassen. Bis Mitte November müssen die Winzer anmelden, welche Flächen sie für Eiswein vorgesehen haben - das soll Betrug vorbeugen. So kann leichter nachgeforscht werden, ob die Trauben bei der Ernte tatsächlich mindestens minus sieben Grad kalt waren.

Landesweiter Trend

Im vergangenen Jahr noch hatten 13 Pfälzer Winzerbetriebe 127 Hektar Eisweinfläche angemeldet. In diesem Jahr ist es nur noch ein Bruchteil: Auf gerademal sechs Hektar Fläche blieben Trauben für Eiswein hängen. Die Pfalz liegt damit voll im Trend: Auch landesweit sind die gemeldeten Eisweinflächen stark zurückgegangen. Waren es im vergangenen Jahr noch 580 Hektar in Rheinland-Pfalz, sind es in diesem Jahr nur noch 41 Hektar.

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