Verkauf von Acker rechtens Neue Runde im Kampf gegen Erdöl auf Acker im südpfälzischen Offenbach

Eine Firma will auf einem Acker in Offenbach an der Queich nach Erdöl bohren. Der Verkauf der Fläche ist besiegelt, ob gebohrt werden darf, wohl nicht.

Der umstrittene Verkauf eines Ackergrundstücks in Offenbach an der Queich (Kreis Südliche Weinstraße) an eine Firma für Erdöl-Bohrungen ist nach Angaben der Kreisverwaltung nicht zu verhindern. Zwei Jahre lang hatte die Kreisverwaltung versucht, den Grundstücksverkauf an die britische Firma zu verhindern. Jetzt ist sie am Oberlandesgericht Zweibrücken mit ihrer Beschwerde gescheitert.

Erst Bohrgenehmigungsverfahren

Nach Angaben der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße ist noch nicht abzusehen, ob und wann auf dem Acker nach Öl gebohrt werden darf. Wie eine Sprecherin des Kreises dem SWR sagte, muss die Firma erst einen Antrag stellen, und in das Genehmigungsverfahren werde auch die Kreisverwaltung eingebunden. In dem Verfahren könnten dann alle Bedenken wie zum Beispiel die Belastung der Umwelt geäußert werden.

Erdölprobebohrung in Weingarten (Foto: SWR, SWR/Heiner Kunold)
So wie in Weingarten bei Karlsruhe könnte eine Bohrung aussehen SWR/Heiner Kunold

Bürgerinitiative gegründet

Noch ist die 20.000 Quadratmeter große Fläche an einen Landwirt aus Herxheim verpachtet. Dieser sagte dem SWR, er werde den Acker nicht kampflos aufgeben. Zusammen mit weiteren Gegnern hat er jetzt die Bürgerinitiative "Kein Erdöl aus Offenbach" gegründet.

STAND