Containermodule werden mit Schwertransportern angeliefert (Foto: Kreiskrankenhaus Grünstadt; Udo Langenbacher)

Ungewöhnlicher Umzug Grünstadt baut Operationssaal im Baukasten-System

Das Kreiskrankenhaus Grünstadt muss seinen OP-Bereich für eine Sanierung räumen. Ab Montag operieren die Ärzte in einem provisorischen aus Einzelteilen zusammengesetzten Gebäude.

Dauer

Der gesamte Operationsbereich des Kreiskrankenhauses Grünstadt zieht während der Sanierung in das aus Einzelmodulen bestehende Gebäude. Knapp 50 Mitarbeiter sind nach Klinikangaben im Einsatz, damit diese provisorischen OP-Säle am Montag betriebsbereit ist. Während des Umzugs seien zwei der alten Operationssäle weiterhin nutzbar, damit die Patientenversorgung gewährleistet ist. Ab Montag soll dann laut Krankenhausleitung in den drei neuen Operationssälen operiert werden.

Das provisorische Container-Krankenhaus entsteht (Foto: Kreiskrankenhaus Grünstadt; Udo Langenbacher)
Erste Elemente für neuen OP-Bereich stehen Kreiskrankenhaus Grünstadt; Udo Langenbacher

Bau aus einzelnen Segmenten

Der Bau für den Operationsbereich besteht aus mehreren einzelnen Segmenten, das größte davon ist 16 Meter lang, fünf Meter breit und wiegt gut 43 Tonnen. Mit einem Kran wurden die Einzelteile zusammengesetzt. Auch wenn dieses OP-Gebäude ein Provisorium ist, so ist es im Innern genauso ausgestattet wie reguläre Operationssäle.

Aufbau eines OP-Containers (Foto: Kreiskrankenhaus Grünstadt; Udo Langenbacher)
Kran stellt die Container-artigen Gebäudesegmente auf Kreiskrankenhaus Grünstadt; Udo Langenbacher

Weniger Platz, längere OP-Zeiten

Da den Ärzten bislang vier OP-Säle zur Verfügung standen, werde das Schichtsystem umgestellt. Das Personal werde ab Montag länger im Haus sein, damit weiterhin die gleiche Zahl an Eingriffen möglich sei.

Der Umzug wurde notwendig, weil die erst zwölf Jahre alten Wasserleitungen im alten OP-Bereich erneuert werden müssen. Dort sei immer wieder Wasser ausgetreten. Die Kosten für das provisorische OP-Gebäude liegen nach Angaben der Klinik bei rund zwei Millionen Euro und werden von der Versicherung übernommen.

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