eine zerbrochene Bierflasche liegt auf dem Boden (Foto: Imago, imago images / Marius Schwarz)

Suche per Haftbefehl Bierflaschen-Attacke in Dirmstein: Gericht verwirft Berufung

Im Berufungsprozess um die Bierflaschen-Attacke in Dirmstein ist der Angeklagte am Donnerstag zum dritten Mal in Folge nicht erschienen. Nun hat das Gericht entschieden: Die Berufung wird verworfen.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Für den Angeklagten bedeutet das, dass nun das ursprüngliche Urteil von 2017 gilt. Damals verurteilte das Amtsgericht den Angeklagten zu dreieinhalb Jahren Haft, weil er einem anderen Mann auf einer Party eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen haben soll.

Keine Spur vom Angeklagten

Die Anwälte des jungen Mannes aus Dirmstein (Landkreis Bad Dürkheim) sagten am Donnerstag, sie wüssten nicht, wo der Angeklagte sich befindet. Auch seine Mutter sagte, sie wisse es nicht. Polizeibeamte konnten den Angeklagten nicht an seiner Meldeadresse finden. Der Mann war auch zu den beiden letzten Verhandlungsterminen nicht erschienen und wird seitdem per Haftbefehl gesucht.

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Opfer seitdem schwerbehindert

Das 24-jährige Opfer leidet noch heute unter den Folgen der Attacke. Der Mann erlitt ein schweres Schädelhirntrauma und ist seitdem schwerbehindert. Nach der Verhandlung am Donnerstag zeigte er sich erleichtert. Er sagte, er sei glücklich darüber, dass der Prozess nun zu Ende sei. Er wolle aber, dass der Angeklagte sich dem Urteil stellt. Gegen das Verwerfungsurteil kann der Angeklagte nun Revision einlegen.

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