Eine Mücke saugt Blut aus dem Arm eines Mannes. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Stechmückenjäger optimistisch Vorerst Entwarnung nach Schnakenplage am Rhein

Das Kratzen und Jucken am Rhein ist weniger geworden: Die Schnakenplage am Rhein ist vorerst beendet. Die Stechmückenjäger sind zufrieden, nachdem sie erst schwer ins Jahr gestartet waren.

"Die Lage ist absolut entspannt", sagte Norbert Becker von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer. Wegen defekter Hubschrauber hatten die Experten die Plagegeister Anfang Juni nicht wie gewohnt aus der Luft abtöten können - daraufhin waren fast alle Schnaken geschlüpft.

Schnakenbekämpfung im Südwesten und Hessen

"Die Prognose ist eingetroffen, dass Mitte Juli - etwa sechs Wochen nach dem Massenschlüpfen - die Population abgestorben ist", sagte Becker. Es gebe derzeit "bis auf ein, zwei Stellen" normale Verhältnisse.

Das Einsatzgebiet der Kabs reicht vom Kaiserstuhl in Baden-Württemberg bis nach Hessen im Norden und Bingen im Westen.

Bald dritter Hubschrauber im Einsatz

Für ihren Kampf gegen Stechmücken erhalten die Schnakenjäger bald aus den USA einen dritten Hubschrauber. "Er soll in der zweiten Augusthälfte auf dem Schiff und im September in Deutschland sein", sagte Becker.

Viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden. Die Kabs verfügt bereits über zwei Helikopter. Mit ihnen verteilt die Organisation den biologischen Wirkstoff Bti. Er zerstört den Darm der Larven und tötet sie.

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