Fenster in der Gedächtniskirche in Speyer (Foto: SWR)

Schutz vor sexuellem Missbrauch Streit um erweitertes Führungszeugnis für Presbyter bei Speyerer Synode

Die Pläne der evangelischen Kirche der Pfalz, Kinder und Jugendliche besser gegen sexuellen Missbrauch zu schützen, stoßen auf Kritik. Künftig sollen Ehrenamtliche ihre persönliche Eignung nachweisen.

Alle Kirchenälteste, sogenannte Presbyter, sollen in Zukunft ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Das kritisierte der Präsident der Pfälzischen Landessynode, Hermann Lorenz. Ein Presbyter habe ihm nach Bekanntwerden der Pläne geschrieben, dass er sich unter Generalverdacht gestellt sehe und unter diesen Voraussetzungen seine ehrenamtliche Tätigkeit nach 20 Jahren beenden werde.

Generalverdacht gegen „unbescholtene Menschen“

Synodalpräsident Lorenz sagte, dadurch würden unbescholtene Menschen verärgert und von der Kirche ferngehalten. Am Samstag diskutiert die Herbsttagung der Landessynode über den Gesetzentwurf. Darin steht, dass besonders Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene, sowie alte und kranke Menschen besser vor Missbrauch geschützt werden müssen.

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