Angeklagter im Landgericht Frankenthal (Foto: SWR)

Prozess gegen Olympiasieger in Frankenthal Urteilstermin im Fall Passarelli steht fest

Der Prozess gegen den Ex-Ringer Pasquale Passarelli und zwei weitere Angeklagte ist am Dienstagmorgen vor dem Landgericht Frankenthal fortgesetzt worden. Ursprünglich sollte es der letzte Verhandlungstag sein.

Das Urteil soll laut Gericht aber erst am 8. Februar verkündet werden. Der vorsitzende Richter begründete die Verschiebung mit dem großen Beratungsbedarf. Die Staatsanwaltschaft hat für Pasquale Passarelli vier Jahre und acht Monate Haft gefordert. Innerhalb der Gruppe soll er aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Laut Staatsanwaltschaft hat er aber den Drogenhandel mehrfach unterstützt.

Verteidiger fordert Freispruch für Passarelli

Für die anderen beiden Angeklagten hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von sieben bzw. acht Jahren beantragt. Der Verteidiger von Pasquale Passarelli forderte in seinem Plädoyer dagegen einen Freispruch.

Illegal Cannabis-Plantagen betrieben?

Die Anklage wirft dem Olympiasieger von 1984 vor, in Mutterstadt (Rhein-Pfalz-Kreis) rund 1,3 Kilogramm Marihuana mit verkauft zu haben. Die drei Angeklagten sollen dabei Cannabis-Plantagen in Häusern in Östringen (Landkreis Karlsruhe) sowie in Mutterstadt betrieben haben.

Mitangeklagte entlasten Passarelli

Im Laufe des Prozesses hatten die Mitangeklagten Passarelli nach Angaben eines Gerichtssprechers entlastet. Und auch er selbst stritt die Vorwürfe ab. Im Gegensatz zu den anderen beiden Angeklagten wurde Passarelli bereits aus der Untersuchungshaft entlassen.

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