Wasser fließt aus einem Hahn in ein Glas (Foto: Imago, Thomas Trutschel)

Nitrat im Grundwasser Tiefer bohren nach Trinkwasser in der Pfalz

Die starke Nitrat-Belastung im Grundwasser in der Vorderpfalz zwingt viele Wasserwerke dazu, Trinkwasser in tieferen Schichten zu gewinnen. Nach Angaben des Werks in Schifferstadt sind es im Schnitt 100 bis 200 Meter.

Die obersten Grundwasserschichten in der Vorderpfalz sind teilweise stark mit Nitrat belastet. Die Schadstoffe sind durch Landwirtschaft, dichte Besiedlung oder Industrie ins Grundwasser gelangt. 2017 war bei bei Messungen in Gönnheim im Kreis Bad Dürkheim der Nitrat-Grenzwert um das Sechsfache überschritten, in Schifferstadt um das Dreifache.

Schifferstadt holt Wasser aus 200m Tiefe

Das Wasserwerk in Schifferstadt gehört zu einer Gruppe von fünf Wasserwerken in der Vorderpfalz mit insgesamt 12 Grundwasserbrunnen. In der Nähe des Rheins ist das Grundwasser nur noch in etwa 200 Metern Tiefe einwandfrei, sagt der Wassermeister im Werk, Stefan Wieandt. Nach seinen Angaben sind in mittlere Grundwasser-Schichten bereits Schadstoffe eingesickert. Wolle man dort noch Trinkwasser gewinnen, so müsste man viel Geld investieren für spezielle Filteranlagen.

Wasserzulauf im Wasserspeicher vom Wasserwerk in Schifferstadt (Foto: SWR)
Wasserzulauf im Wasserspeicher vom Wasserwerk in Schifferstadt

Die normale Aufbereitung des Trinkwassers ist in allen Wasserwerken gleich: Im Rohwasser enthaltene natürliche Stoffe wie Schwefelwasserstoff sowie Eisen- und Manganoxide werden in großen rostbraunen Becken abgetrennt. Das anschließend gefilterte Wasser landet im großen Trinkwasserbehälter. 2.000 Kubikmeter Wasser kann der Behälter in Schifferstadt fassen.

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