Mehrere Maikäfer krabbeln über ein Blatt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Naturschauspiel in Rheinland-Pfalz Maikäfer-Schwärme im Bienwald

Etwa 20 Millionen Maikäfer summen derzeit durch den Bienwald in Rheinland-Pfalz. Nur etwa alle 50 Jahre treten die Insekten derart massenhaft auf.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Drei Jahre lang haben die Larven im Boden gelebt und verlassen ihn nun wegen des warmen Wetters im vierten Jahr als Käfer. Dieses sogenannte Flugjahr lasse sich gerade eindrucksvoll im Bienwald beobachten, erklärt Forstamtsleiterin Astrid Berens.

Hier fressen derzeit mehr als 20 Millionen Maikäfer die Bäume kahl und steigen in der Abenddämmerung als brummende Wolken auf. Das Forstamt geht davon aus, dass die Maikäfer-Schwärme in diesem Jahr ein Viertel mehr an Fläche bevölkern werden als in den Vorjahren. Noch etwa zwei Wochen werden diese Maikäferwolken über dem Bienwald zu sehen sein. Nach ersten Schätzungen könnte die Zahl der Käfer 2019 noch auf bis zu 40 Millionen Exemplare ansteigen.

Letztes Jahr fand dieses Naturphänomen rund um Germersheim statt. Dort lebt der zweite in Rheinland-Pfalz ansässige Maikäferstamm, dessen Entwicklung ein Jahr versetzt ist.

Larven schaden Bäumen noch mehr

Maikäfer sind bis zu drei Zentimeter lang, braun und haben auffällige fächerartige Fühler, die bei den Weibchen deutlich kleiner sind. Vom Kahlfraß der Käfer erholen sich die Bäume wieder. Die Larven jedoch, die Engerlinge, fressen die Feinwurzeln der Bäume, so dass diese sich nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgen können. Dabei richteten sie große Schäden bis hin zum Absterben der Bäume an.

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