Maike Kohl-Richter, Witwe von Altbundeskanzler Helmut Kohl, steht neben dem Porträt ihres Mannes. (Foto: picture-alliance / dpa, SWR)

Nach dem Tod von Helmut Kohl Witwe will Kohl-Haus in Oggersheim öffnen

Die zweite Ehefrau und Witwe von Helmut Kohl, Maike Kohl-Richter, will eine Stiftung zu Ehren ihres verstorbenen Mannes gründen. Außerdem will sie den Zugang zum Haus in Ludwigshafen-Oggersheim ermöglichen.

Die Stiftung soll ihren Sitz in Deutschland haben und auch den Zugang zum Kohl-Haus im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim ermöglichen, sagte Kohl-Richter im Interview mit dem Deutschlandfunk.

"Man muss Helmut Kohl auch anfassbar machen. Man muss den Leuten auch eine Möglichkeit geben, mal ins Schlafzimmer zu gucken, mal in das Wohnzimmer zu gehen. Seine Strickjacken mal irgendwo hinhängen."

"Es geht nicht darum, dass ich allein herrsche."

Maike Kohl-Richter

Entgegen der öffentlichen Meinung, gehe es ihr darum, "dass wenn man was zu Helmut Kohl macht, dass man es im Einvernehmen mit mir macht". Es gehe darum, einen Ansprechpartner zu haben.

Rechtsstreit um Buch hat Priorität

Allerdings müsste zuvor der Rechtsstreit um das Buch von Heribert Schwan abgeschlossen sein. Bis zu 15 Stunden am Tag widme sie sich den Prozessen. "Ich muss erst das andere tun, ich muss den Boden bereiten", so Kohl-Richter.

In dem Buch des Journalisten waren zahlreiche Zitate enthalten, in denen Kohl sich negativ über politische Weggefährten äußerte. Diese Zitate hatte Kohl aber nie freigegeben. Er klagte gegen den Autor und den Verlag. Seine Witwe führt den Prozess weiter.

Eine siebte Bundesstiftung?

Auf die wohl millionenschwere Unterstützung einer solchen, dann öffentlichen Stiftung durch den Bund, kann Maike Kohl-Richter aber wohl nicht verzichten. Die Helmut-Kohl-Stiftung wäre dann die siebte sogenannte Bundesstiftung, mit der herausragende Personen des Staates geehrt werden.

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