katholische Priester knien vor einem Altar (Foto: SWR)

Aufarbeitung von Missbrauch im Bistum Bistum Speyer wendet sich an Staatsanwaltschaft

Viele Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sind verjährt: Nach weltlichem Recht - nicht nach kirchlichem. Das Bistum Speyer sucht Kontakt zur zuständigen Generalstaatsanwaltschaft.

Bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche hat das Bistum Speyer Gespräche mit den zuständigen Generalstaatsanwaltschaften angekündigt. Dabei geht es vor allem um Verdachtsfälle, die weit zurückliegen und verjährt sind. Noch in diesem Jahr wollen Vertreter des Bistums mit den Generalstaatsanwälten in Zweibrücken und Saarbrücken sprechen.

Täter müssen doch Konsequenzen fürchten

Das Bistum will sämtliche Unterlagen über Fälle, die gemeldet wurden, offen legen - auch wenn diese verjährt sind und nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden können. Ein Sprecher des Bistums sagte dem SWR, man wolle der Behörde so die Möglichkeit geben alle Verdachtsfälle noch einmal gründlich zu prüfen. Auch wenn die Täter juristisch keine Konsequenzen mehr fürchten müssten, so könne das Bistum kirchenrechtliche Schritte einleiten, denn in der Kirche gelten längere Verjährungsfristen. Diese gingen von Kontaktverboten mit Kindern bis zur Rückversetzung von Priestern in den Laienstand.

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