Nach Brand in Krefelder Zoo Zoo Landau fordert Böller-Verbotszone

Nach dem Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos fordert der Landauer Zoodirektor ein Feuerwerkverbot in der Nähe von Betrieben mit Tierhaltung - nicht nur wegen der Brandgefahr.

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Für die Tiere sei das Feuerwerk purer Stress, sagt der Direktor des Landauer Zoos, Jens-Ove Heckel. Auch im Landauer Zoo habe die Silvesterknallerei schon massive Folgen gehabt: So habe beispielsweise eine Zwergantilope nach einer Feuerwerksnacht eine Fehlgeburt erlitten.

Brandgefahr im Landauer Zoo

Darüber hinaus gebe es auf dem Gelände des Landauer Zoos unter anderem eine Stroh- und Heuscheune - insofern seien Brände nicht auszuschließen. Außerdem habe das Affenhaus teilweise Kunststoffdächer, durch die sich Feuerwerkskörper durchschmelzen könnten.

Gesetzliche Sicherheitszonen

Heckel fordert, dass Einrichtungen mit Tierhaltung genauso sensibel behandelt werden müssten wie zum Beispiel Seniorenheime, Tankstellen oder Häuser mit Reetdächern. Dort sei gesetzlich eine Sicherheitszone festgelegt, in der generell kein Feuerwerk abgebrannt werden darf.

Ausgebranntes Affenhaus im Krefelder Zoo (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Christoph Reichwein/dpa)
Beim Brand im Krefelder Zoo waren in der Silvesternacht mehr als 30 Tiere verendet picture alliance/Christoph Reichwein/dpa

Reaktionen aus dem Heidelberger Zoo

Von Seiten des Heidelberger Zoos heißt es, man müsse zunächst abwarten, bis die Faktenlage komplett klar sei. Dann wolle man sich mit den Kollegen in Krefeld austauschen und überlegen, welche Schlüsse man daraus ziehen könne.

Gemeinsames Notfall-Konzept

In Heidelberg bestehe ein sehr guter und reger Kontakt zwischen Zoo und Feuerwehr. Im Brandfall greife ein gemeinsam abgestimmter Einsatzplan. Die Heidelberger Feuerwehr hat nach Angaben der Zooleitung Zugang zu allen relevanten Schlüsseln und kann somit jederzeit ohne Zeitverzögerung aufs Gelände gelangen. Außerdem sei gewährleistet, dass bei einem Notfall-Einsatz grundsätzlich ein fachkundiger Zoomitarbeiter vor Ort ist.

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