Die gesperrte Hochstraße Süd in Ludwigshafen (Foto: SWR)

Marode Brücke in Ludwigshafen Finanzfragen für Hochstraße Süd geklärt

Die Finanzfragen zu Abriss und Neubau der Hochstraße Süd in Ludwigshafen sind geklärt. Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) teilte mit, dass sich Bund, Land und Stadt über die Finanzierung geeinigt hätten.

Die einsturzgefährdete Brücke solle so schnell wie möglich abgerissen werden, sagten Malu Dreyer und Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) am Dienstag. Nach Einschätzung Wissings ist in Ludwigshafen Gefahr im Verzug. Bund, Land und Stadt würden die bislang nicht bezifferbaren Kosten gemeinsam tragen. Es seien noch haushaltstechnische Fragen offen, aber es gebe keinen Streit über die Verteilung der Kosten.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Wissing sagt beschleunigtes Verfahren zu

Laut Wissing hatte die Landesregierung am vergangenen Freitag von der Einsturzgefahr erfahren. Man stehe in engem Kontakt mit Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD), Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Jetzt müsse zunächst eine Abriss-Statik erstellt werden. Dann gehe es darum, in einem beschleunigten Verfahren so schnell wie möglich Baurecht für einen Neubau der Brücke zu bekommen.

Dreyer: "Herzkammer unserer Wirtschaft"

"Ludwigshafen ist die Herzkammer unserer Wirtschaft", sagte Dreyer. Daher müsse alles getan werden, dass der Verkehr möglichst schnell wieder fließen könne.

Wissing kündigte an, die Verkehrsströme würden mit digitaler Technik so geleitet, dass die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich ausfallen. Außerdem sollen die S-Bahnen zwischen Mannheim und Neustadt an der Weinstraße zusätzliche Triebwagen erhalten, um pro Zug weitere 200 Plätze zu schaffen. Mehr Züge seien wegen der Auslastung der Strecke nicht möglich.

CDU fordert schnellen Neubau

Auch der Oppositionsführer im rheinland-pfälzischen Landtag, Christian Baldauf (CDU), hat sich für den sofortige Abriss der alten und den Bau einer neuen Brücke ausgesprochen. Zwar könne niemand Wunder bewirken. "Aber es darf keine 15 Jahre dauern, sonst haben wir ein Riesenproblem", sagte er bei einer Pressekonferenz an der Hochstraße Süd. Er sprach sich auch für einfachere Planungsgesetze auf Bundesebene aus.

Mannheim froh über Einigung

Auch auf der anderen Rheinseite wird die Einigung begrüßt. Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) bezeichnete es als gutes Zeichen, dass die Finanzierung geklärt sei. Zudem sei es gut, die Sanierung der Hochstraße Nord so lange zu verschieben, bis eine Lösung für den südlichen Teil gefunden werde.

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