Schrift am Landgericht Frankenthal - Eigene Kinder misshandelt - Prozess gegen Vater (Foto: SWR)

Urteil am Landgericht Frankenthal Ludwigshafenerin muss für mehr als drei Jahre ins Gefängnis

Das Landgericht Frankenthal hat am Dienstag eine 49-Jährige zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Frau ihren Lebensgefährten ins Bein stach, wonach er verblutete.

Das Gericht verurteilte die Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge. Zu Beginn des Prozesses hatte die Anklage noch auf Totschlag gelautet. Diesen Vorwurf ließ die Staatsanwaltschaft am Montag fallen.

Im Streit zugestochen

Dem tödlichen Messerstich war ein Streit vorausgegangen. Dabei hatte laut Gericht zunächst der Lebensgefährte seine Partnerin mit einem Messer attackiert. Sie "revanchierte" sich, indem sie ihm das Messer in den Oberschenkel stach. Der Stich durchtrennte die Hauptschlagader im Bein des Opfers. Die 49-Jährige habe noch versucht, die schwere Beinwunde zu versorgen und um Hilfe gerufen. Ihr Lebensgefährte war jedoch wenige Minuten später verblutet.

Drogen und Alkohol im Spiel

Nachbarn hatten damals die Polizei alarmiert, nachdem sie laute Hilfeschreie gehört hatten. Bei der 49-Jährigen war ein Alkoholwert von 1,5 Promille im Blut festgestellt worden. Auch das Opfer soll vor dem Streit Alkohol und Drogen zu sich genommen haben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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