Der Eingang zur Psychiatrischen Klinik Klingenmünster (Foto: SWR)

Nach Verfassungsgerichtsurteil Pfalzklinikum sieht mehr Gerechtigkeit bei Patientenfixierung

Auch das Pfalzklinikum Klingenmünster hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Fixierung von Patienten in der Psychiatrie begrüßt.

Das Gericht hatte am Dienstag entschieden, dass Psychiatrie-Patienten nur nach einer richterlichen Entscheidung für längere Zeit ans Bett gefesselt werden dürfen.

Die Chefärztin für Psychiatrie des Pfalzklinikums begrüßt, dass in Zukunft noch eine weitere Instanz mitentscheide, ob ein Patient für längere Zeit fixiert werden darf. Das Urteil sei gut für alle Beteiligten, stärke die Rechte der Patienten und sichere die Ärzte rechtlich ab.

Patienten in rund 200 Fällen fixiert

Nach Angaben des Pfalzklinikums wurden dort im vergangenen Jahr in rund zweihundert Fällen Patienten fixiert. Bei insgesamt mehr als 8.000 Behandlungsfällen entspricht das einer Quote von etwa 2,3 Prozent. Nach Auskunft der Klinik werden dort Patienten während der Fixierung bereits seit vielen Jahren einzelbetreut. Auch das hat das Bundesverfassungsgericht gefordert.

STAND