Eine Skulptur in Form zweier Handflächen mit der Aufschrift "Mia warum?" (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Andreas Arnold/dpa)

"Kein Anfangsverdacht für Straftat" Ermittlungen zum Tod von Mias Mörder eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat die Ermittlungen zu den Todesumständen von Mias Mörder, Abdul D., beendet. "Es gibt keine Anhaltspunkte auf Fremdeinwirkung", so die Behörde.

Der vermutlich aus Afghanistan stammende Häftling hatte sich im Oktober 2019 in seiner Zelle erhängt. Bei den Ermittlungen habe sich kein Anfangsverdacht für eine Straftat ergeben, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber am Mittwoch. Für die Leitung der Jugendstrafanstalt Schifferstadt, wo der junge Mann eine achteinhalbjährige Freiheitsstrafe absaß, seien dessen Suizidabsichten nicht erkennbar gewesen.

Mia aus Eifersucht erstochen

Abdul D., der als Flüchtling ohne Ausweispapiere nach Deutschland gelangt war, hatte seine 15-jährige Mitschülerin Mia im Dezember 2017 aus Eifersucht in einem Drogeriemarkt in Kandel (Kreis Germersheim) erstochen. Da das Alter des Täters nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, wurde er nach Jugendstrafrecht angeklagt und das Gerichtsverfahren gegen ihn unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt.

Der Mordfall löste in dem 9.000-Einwohner-Ort eine Serie von rechtsgerichteten Demonstrationen gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und Gegenkundgebungen aus.

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