Mann schlägt Frau (Symbolbild) (Foto: picture-alliance / dpa, Bernd Weissbrod)

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen Über 2.000 Fälle von häuslicher Gewalt in Ludwigshafen

Für zehntausende Frauen ist ihr Zuhause der gefährlichste Ort: Sie werden vom Partner geschlagen und misshandelt. 2017 zählte die Polizei allein in Ludwigshafen 2.000 Fälle häuslicher Gewalt. Es gibt viele Hilfsangebote für die Opfer.

Die Zahl ist erschreckend: 147 Frauen sind im vergangenen Jahr von ihren Partnern oder Ex-Partnern umgebracht worden. Mitten in Deutschland. Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden 140.000 Frauen von ihren Männern misshandelt, gedemütigt oder verprügelt. Ein Albtraum. Allerdings ist die Dunkelziffer möglicherweise weit höher. Denn viele Frauen schweigen aus Scham.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz hat eine eigene Opferschutzbeauftragte für diese Fälle:

Am 25.11.2018 ist der Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die Opferschutzbeauftragte des Polizeipräsidiums Rheinpfalz erklärt, welche Möglichkeiten Betroffene von Häuslicher Gewalt haben. Hier geht es zum Interview ➡️ https://t.co/iW4V4U3BVh #KeineGewaltgegenFrauen https://t.co/5u38BP2nWH

Rund zehn Prozent der Gewalttaten werden vom Polizeipräsidium Rheinpfalz sogar als "Hochrisikofälle" eingestuft: Nämlich dann, wenn der Partner der Frau gedroht hat, sie umzubringen oder die Frau fürchtet, er könnte sie töten.

Spezial-Tools um Gefahr abzuschätzen

Diese Fälle werden dann mit einem von Experten erstellten Fragebogen geprüft, um herauszufinden, welche Gefahr von dem Täter ausgeht: Es wird gefragt, ob der Mann beispielsweise zuvor wegen Gewalttaten aufgefallen ist, vorbestraft oder verurteilt wurde; ob er drogenabhängig ist und wie sein soziales Umfeld aussieht. Dann werden laut Polizei gezielt Maßnahmen ergriffen, um die Gefahr zu reduzieren und die Frau zu schützen. Dabei sitzen Polizeibeamte gemeinsam mit Vertretern der Staatsanwaltschaft, Hilfsorganisationen und Mitarbeiterinnen von Frauenhäusern gemeinsam am Tisch.

Opfer werden bei allen Dienststellen beraten

Seit 2014 gibt es nicht nur eine Opferschutzbeauftragte beim Polizeipräsidium Rheinpfalz, sondern in allen Polizeidienststellen entsprechend ausgebildete Mitarbeiter. An die können sich die Opfer wenden.

Dauer

Überall in der Region gibt es Frauenhäuser und Hilfsangebote für betroffene Frauen. Beispielsweise hier:

Frauenhaus Ludwigshafen Tel. 0621/ 52 19 69

Frauenhaus Heidelberg Tel. 06221/ 833 088

Frauenhaus Mannheim Tel. 0621/ 74 42 42

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