Pfälzische Weinbautage in Neustadt/Weinstraße Klöckner verteidigt Insektenschutz-Programm

Die Bundesregierung will Insekten besser schützen. Auf den Weinbautagen in Neustadt stellte Landwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) am Dienstag die Pläne vor. Doch die Winzer sehen ihre Existenz gefährdet.

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Ziel des Programms sei, dass die Insekten-Population stabilisiert werden könne, sagte Julia Klöckner (CDU). Dafür müsste der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt werden. "Aber gegen Schädlinge muss man vorgehen können", schränkte Klöckner ein.

Die Ministerin forderte zudem, dass im Weinbau nach neuen widerstandsfähigen Sorten geforscht wird. Nur so könnten auch große Mengen Pflanzenschutzmittel reduziert werden.

Die Winzer fürchten, von den geplanten Verboten beim Pflanzenschutz könnten in der Pfalz 3.000 Hektar Rebfläche betroffen sein. Im Weinbau würden jetzt kaum noch Insektizide eingesetzt.

Wissing kritisiert Programm

Der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) nannte das Aktionsprogramm einen falsche Weg. Es sei viel gemacht worden in den letzten Jahren, sagte Wissing, der Weinbau sei naturnäher geworden. Aber auf Pflanzenschutzmittel könne nicht ganz verzichtet werden. Wissing kritisierte zudem die Novelle der Düngemittelverordnung.

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Transparente Wein-Bezeichnung gefordert

Der Präsident des Weinbauverbands Pfalz, Reinhold Hörner, sprach sich bei der geplanten Novelle des Weingesetzes für eine transparente und nachvollziehbare Bezeichnung der Weine aus. Kunden müssten beim Einkauf eine verlässliche Orientierung haben, betonte er.

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