Hundebesitzer hängt Protest-Schilder ab Streit um Hundekot und Protest-Schilder in Bad Dürkheimer Wohngebiet

Im Bad Dürkheimer Neubaugebiet Fronhof II gibt es Ärger um Hundekot auf den Gehwegen - und um die selbstgebastelten Protest-Schilder dagegen. Die hat ein Hundebesitzer kurzentschlossen abgehängt.

Anwohner des Fronhofs in Bad Dürkheim ärgern sich über die vielen Hundehaufen vor ihrer Haustüre (Foto: SWR, Heiko Wirtz)
Anwohner des Fronhofs in Bad Dürkheim ärgern sich über Hundehaufen - andere über solche Schilder Heiko Wirtz

Protest gegen den Protest

Rigo Müller ist sauer. Der Hundebesitzer aus Bad Dürkheim ärgert sich über die Schilder, die anonyme Verfasser mit Kabelbindern an mehreren Stellen im Viertel aufgehängt haben. Er sagt, er verstehe den Ärger über Hundekot auf der Straße, findet aber, man müsse das Thema anders angehen: nämlich ganz offiziell, über die Stadtverwaltung und nicht mit wilden Schildern. Deshalb hat er die Schilder abgehängt.

Anwohner des Bad Dürkheimer Wohngebiets "Fronhof II" protestieren mit Schildern gegen die vielen Hundehaufen in ihrem Viertel (Foto: SWR, Heiko Wirtz)
Anwohner protestieren mit solchen Schildern gegen die vielen Hundehaufen in ihrem Viertel Heiko Wirtz

Streit unter den Anwohnern - mit und ohne Hund

Andere Hundebesitzer haben Verständnis für die Protest-Schilder, wie zum Beispiel Anna-Christina Schild. Sie findet, die Anwohner, die sich mit den Schildern beschweren, haben Recht. Es sei eine Unverschämtheit, wenn Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner in einem Wohngebiet nicht wegräumen.

Dauer

Privates Schilderaufstellen ist nicht erlaubt

Die Bad Dürkheimer Stadtverwaltung schreibt in einer schriftlichen Stellungnahme, dass es nicht zulässig sei, im öffentlichen Raum Schilder aufzustellen. Allerdings seien die Hundebesitzer auch dazu verpflichtet, den Hundekot einzusammeln. Dafür gäbe es im Bürgerbüro der Stadt kostenlose Tüten. Diese sollen in den privaten Hausmüll.

Stadtverwaltung erarbeitet Konzept

Das würde sich auch Hundebesitzer Rigo Müller von jedem Hundehalter wünschen. Er fordert aber auch mehr öffentliche Mülleimer. Deswegen prüft die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben gerade, ob ein Pilotprojekt im Stadtteil Seebach ausgedehnt werden könne. Dort wurden Tütenspender für Hundekot samt Mülleimer aufgestellt. Derzeit werde auch für das Neubaugebiet Fronhof II ein entsprechendes Konzept erarbeitet und die Kosten ermittelt.

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