Asylbewerberunterkunft aus Containern in Neustadt an der Weinstraße mit einigen Menschen davor (Foto: SWR, Irmgard Reißinger)

Asylbewerberunterkunft in Neustadt Brandermittler gehen von Fahrlässigkeit aus

Brandermittler haben keinen Hinweis auf Brandstiftung im Fall des Feuers in einer Asylbewerberunterkunft in Neustadt gefunden. Sie gehen von Fahrlässigkeit aus.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
16:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP


Die Ermittler fanden keine Hinweise auf vorsätzliches Handeln oder einen technischen Defekt. Drei Bewohner kamen vorsorglich wegen möglicher Rauchvergiftung ins Krankenhaus, sie sind wieder entlassen. Ein Bewohner verletzte sich bei einem Feuerlöschversuch an der Hand. Der Sachschaden beträgt rund 100.000 Euro. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei gehen weiter.

Das Feuer war Montagabend kurz nach 22 Uhr in einem Aufenthaltsraum der Unterkunft in der Europastraße im Süden von Neustadt ausgebrochen. Nach Angaben der Stadt mussten mehr als 55 Menschen die zwei Container-Gebäude verlassen. Ein Teil der Bewohner ist laut Stadtverwaltung wieder zurück in den Unterkünften. Sie müssten sich jetzt allerdings Zimmer teilen, um möglichst viele Betroffene unterzubringen.

Brand in einer Asylunterkunft in Neustadt an der Weinstraße (Foto: Pressestelle, Polizeipräsidium Rheinpfalz)
Pressestelle Polizeipräsidium Rheinpfalz

Zweimal unter Brand gelitten

Es ist der zweite Brand in einer Asylbewerberunterkunft innerhalb von wenigen Wochen. Am 3. November hatte eine Unterkunft in Neustadt Haardt gebrannt. In diesem Fall kam ein Sachverständiger zu dem Ergebnis, dass das Feuer an einer Waschmaschine im Keller nicht durch einen technischen Defekt, sondern durch fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung verursacht wurde. Einige Bewohner mussten bereits zweimal umziehen, weil sie vom ersten Brand schon betroffen waren.

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