Unglück in Ludwigshafen mit zwei Toten Fünf Jahre nach der Gasexplosion von Oppau

Unglück in Ludwigshafen mit zwei Toten Fünf Jahre nach der Gasexplosion von Oppau

Explosion in Ludwigshafen-Oppau 2014 (Foto: SWR)
Ein Bild vom Unglückstag - im Hintergrund: Flammen am Ort des Geschehens
Großeinsatz der Feuerwehr rund um die Unglücksstelle im Ludwigshafener Stadtteil Oppau
Der Explosionskrater an der Unglücksstelle. Zwei Bauarbeiter kamen ums Leben, vier Menschen wurden schwer verletzt. Heiko Wirtz
Verbrannte Autos nach der Gasexplosion in Oppau am 23. Oktober 2014 Heiko Wirtz
Zahlreiche Autowracks mussten nach der Explosion rund um den Unglücksort geborgen werden. Heiko Wirtz
Die Explosion verursachte auch schwere Schäden an den umliegenden Wohnhäusern. Heiko Wirtz

Bei Bauarbeiten in Ludwigshafen-Oppau wurde am 23. Oktober 2014 eine Hochdruck-Gasleitung beschädigt. Das löste eine folgenschwere Explosion aus. Zwei Bauarbeiter kamen ums Leben, vier weitere Personen wurden schwer verletzt.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankenthal gegen die Baufirma wurden im September 2019 eingestellt. Grund: Die Ermittlungen ergaben, dass die Außenwand der Leitung nur noch weniger als ein Millimeter dick war. Die Explosion wäre laut einem Gutachten deshalb selbst dann eingetreten, wenn die Gasleitung zuvor frei gelegt worden wäre.

Dauer

Landgericht Frankenthal verhandelt noch Zivilklagen

Allerdings muss sich das Frankenthaler Landgericht noch mit vier Zivilklagen beschäftigen. In einem Zivilverfahren geht es um einen Streitwert von 500.000 Euro. Nach Angaben eines Gerichtssprechers fordert eine Berufsgenossenschaft von einem Bauunternehmen das Geld zurück, das sie einem Verletzten und den Hinterbliebenen eines Todesopfers gezahlt hatte. Gegen die Einstellung der Ermittlungen hat auch ein Anwalt Beschwerde eingelegt, der eine Witwe eines verstorbenen Bauarbeiters vertritt.

Arbeiter verklagt Gasfirma

Außerdem verklagte ein Arbeiter mit Brandverletzungen die Gasfirma Gascade auf Schmerzensgeld. Die Pipeline-Betreiberfirma soll gerichtlich auch gezwungen werden, knapp 10.000 Euro an einen Anwohner zu zahlen, weil dessen Auto seiner Meinung nach durch die Explosion beschädigt wurde. Über alle vier Beschwerden soll frühestens im November entschieden werden.

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