Symbolbild (Foto: SWR)

95.000 Euro für Sex versprochen "Sexschwindler-Prozess" Frankenthal: Angeklagter muss ins Gefängnis

Vor dem Amtsgericht Frankenthal ist ein Mann zu einer Haftstrafe wegen Sexbetrugs verurteilt worden. Er hatte Frauen fünfstellige Geldbeträge versprochen und sie so zum Sex überredet.

Doch bezahlt hat er laut Staatsanwaltschaft nie. Vor dem Sex soll er den Frauen gefälschte Überweisungsbelege gezeigt haben. Zudem soll er die Frauen sogar noch davon überzeugt haben, dass sie sich an Vergnügungssteuern an das Finanzamt beteiligen müssten.

Nun muss der Mann für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Diese Strafe hatte auch die Staatsanwaltschaft gefordert. In der Verhandlung ging es um 21 Anklagepunkte. In der Urteilsbegründung wurde unter anderem das lange Vorstrafenregister des Angeklagten erwähnt. Die Verteidigung plädierte für eine Bewährungsstrafe.

Reaktion des Angeklagten

Der Angeklagte hat verblüfft auf das Urteil reagiert. Während der Urteilsverkündung schüttelte er ungläubig den Kopf. Danach ist er zu seiner Verlobten und seinem Baby gegangen, die auch im Gerichtssaal waren.

So brachte er die Frauen zum Sex

Der Angeklagte hatte seine späteren Opfer über das Internet kennengelernt. Dort gab er sich laut Zeitungsberichten als Sohn wohlhabender Unternehmer aus, der aufgrund familiärer Zwänge nur online auf Frauensuche gehen könne. Bis zu 95.000 Euro versprach er den Frauen, wenn sie mit ihm ins Bett gehen.

Sexbetrug gestanden

Der Angeklagte hat in der Verhandlung den Sexbetrug gestanden. Obwohl er sich in einem schriftlichen Vertrag ausdrücklich dazu verpflichtete, blieben jegliche Zahlungen für den Sex nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zudem vor, einer Krankenschwester aus Bremen während einer Affäre immer wieder Geld gestohlen zu haben.

STAND