Flossen Bonusgelder für Chefarzt und Klinik? Klinik Frankenthal weist Vorwürfe zu Beatmungsgeräten zurück

Werden in der Stadtklinik Frankenthal schwerstkranke Patienten aus finanziellen Gründen länger an Beatmungsgeräte angeschlossen, als nötig? Das behauptet die "Süddeutsche Zeitung". Die Klinik ist empört.

Beatmungsgerät in einem Krankenhaus (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Db Drägerwerk Ag)
Beatmungsgeräte in Klinik länger in Betrieb als nötig? (Archivbild) Db Drägerwerk Ag

Der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) liegt offenbar eine Vereinbarung vor, nach der der Chefarzt der Intensivstation der Frankenthaler Stadtklinik mutmaßlich Bonuszahlungen erhielt, die je nach Einsatzzeit der Beatmungsgeräte stiegen.

Auch Klinik soll laut SZ Geld kassiert haben

Mitarbeiter der Stadtklinik sollen der SZ zufolge berichtet haben, dass Patienten dort zum Teil länger als nötig an ein Beatmungsgerät angeschlossen seien. Neben den angeblichen Boni für den Chefarzt soll in diesem Zusammenhang auch die Klinik Geld von den Krankenkassen kassiert haben.

Behandlungen der letzten drei Jahre ausgewertet

Nach Angaben der Stadt wurden daraufhin die Behandlungen der letzten drei Jahre in der Intensivstation der Klinik ausgewertet. Dabei habe sich jedoch kein Hinweis darauf ergeben, dass Patienten länger künstlich beatmet wurden, als medizinisch notwendig. Auch die Behauptung, Schwerstkranke seien mit unnötigem Aufwand behandelt worden, wiesen die Klinik-Verantwortlichen zurück.

"Die anerkannten Regeln der Heilkunst wurden eingehalten"

Edgar Gärtner und Peter Slania, Rechtsanwälte der Stadt Frankenthal
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