Dom in Speyer, Missbrauchsverdacht gegen Ordensfrauen, die Kinder missbraucht haben sollen (Foto: dpa Bildfunk, Fredrik von Erichsen)

Fälle aus den Jahren 1948 bis 1965 wohl verjährt Ordensschwestern im Bistum Speyer unter Missbrauchsverdacht

Im Bistum Speyer sollen nach eigenen Angaben katholische Ordensschwestern zwischen 1948 und 1965 Kinder sexuell missbraucht haben. Unter Verdacht: Sieben Ordensschwestern, drei Erzieherinnen und eine Lehrerin.

Bei den Verdachtsfällen gegen die Ordensfrauen liegen die vermutlichen Tatzeitpunkte zwischen 1948 und 1965. Die Taten sind damit verjährt, Ermittlungen hinfällig. Die Verdachtsfälle, in denen die drei Erzieherinnen und eine Lehrerin beschuldigt wurden, wurden nach 2012 angezeigt.

Insgesamt habe der Missbrauchsbeauftragte des Bistums Speyer bereits 106 Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch untersucht, so das Bistum. Darunter gebe es auch elf Fälle, bei denen Frauen unter Missbrauchsverdacht stehen.

Vorfälle sind verjährt

Das Bistum hat die vier Verdachtsfälle an die Justiz gemeldet. Die untersuchte die Vorwürfe und stellte die Ermittlungen ein. Eine Verurteilung gab es demzufolge in keinem der vier Fälle.

Bistum arbeitet mit Staatsanwaltschaft zusammen

Seit der Veröffentlichung einer Studie zum sexuellen Missbrauch in der Kirche im September 2018 bemüht sich Speyer - wie auch andere Bistümer - um eine Aufarbeitung der Fälle. Dazu arbeitet das Bistum etwa mit der Staatsanwaltschaft zusammen und hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, der auch unabhängige Experten von außerhalb der Kirche angehören. Zudem hat das Bistum Opfern Einzelgespräche angeboten.

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