In dieser Wohnsiedlung in Neustadt an der Weinstraße verblutete eine 19-Jährige - der mutmaßliche Täter durfte sich seiner Ex-Freundin per Anordnung nicht nähern. (Foto: SWR)

Messerattacke in Neustadt/Weinstraße Mutmaßlicher Täter hatte Kontaktverbot zur Getöteten

Der Tatverdächtige im Fall der getöteten 19-Jährigen aus Neustadt an der Weinstraße hatte ein Kontaktverbot zum Opfer. Seine Ex-Freundin war nach einer Messerattacke verblutet.

Wenige Tage vor der tödlichen Messerattacke auf die 19-Jährige hatte das Amtsgericht Neustadt an der Weinstraße ein Kontaktverbot gegen den 22-Jährigen verhängt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankenthal auf SWR-Anfrage mit.

Das Kontaktverbot zu der später Getöteten war nach Angaben der Staatsanwaltschaft sehr umfassend. Dem Beschuldigten war verboten worden, sich bis auf 100 Meter seiner Ex-Freundin zu nähern. Zudem durfte er ihr keine E-Mails und SMS schreiben oder sich Orten nähern, an denen sie sich regelmäßig aufhielt.

Bereits zweite Kontaktsperre

Der mutmaßliche Täter hatte am Dienstag nach Polizeiangaben die tödliche Messerattacke auf seine ehemalige Lebensgefährtin gestanden. Er habe in seiner Vernehmung angegeben, die Frau nach einem Streit am Montagabend mit mehr als zehn Messerstichen getöteten zu haben.

Die Kontaktsperre galt seit dem 4. Juli und sollte bis zum 4. Januar 2019 andauern. Es war bereits das zweite Mal, dass ein Kontaktverbot gegen ihn verhängt wurde. Zuvor hatte das Amtsgericht Neustadt eine Sperre vom 27. September 2017 bis 27. März 2018 angeordnet. Ob das Kontaktverbot verschärft wurde, ist unklar.

22-Jähriger hatte Kind mit Opfer

Ende April 2018 war der mutmaßliche Täter wegen zwei Körperverletzungsdelikten an seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden.

Der mutmaßliche Täter und das Opfer hatten ein gemeinsames Kind. Der sieben Monate alte Säugling wird nun von Verwandten betreut.

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19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP
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