Pfarrer Christopher Markutzik inmitten von Feiernden in Grünstadt Sausenheim (Foto: SWR)

Evangelische Kirche der Pfalz Pfarrer kämpft auf Landessynode in Speyer um Pfarrstellen

Die Kirchen reagieren auf sinkende Mitgliederzahlen mit der Streichung von Pfarrstellen. Ein Pfarrer aus Grünstadt sagt jetzt: Schluss damit!

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Laut einer Studie werden die beiden großen christlichen Kirchen im Jahr 2060 nur noch die Hälfte ihrer Mitglieder haben - statt bisher 44 Millionen nur noch 22 Millionen Gläubige. Die Evangelische Kirche der Pfalz reagiert mit weiteren Stellenkürzungen und der Zusammenlegung von Kirchenbezirken. Pfarrer Christopher Markutzik aus dem Grünstadter Stadtteil Sausenheim (Landkreis Bad Dürkheim) hat bei der aktuellen Landessynode einen Antrag gestellt, den geplanten Stellenabbau zu stoppen.

Treffen bei Bratwurst und Wein

Pfarrer Markutzik ist sich sicher: Man müsse dem Rückgang der Mitgliederzahlen anders begegnen. Nach einem langen Arbeitstag lädt er am Abend noch zum Feierabend-Treff. Die Leute strömen in den Vorhof der Kirche, an die sich eine kleine Scheuer anschließt. Winzer schenken Wein aus, es gibt Käse und Bratwurst. In so einer Atmosphäre wendeten sich die Gläubigen gerne an ihren Pfarrer, sagt Markutzik.

Präsente Kirche ist attraktiv

Stellenstreichungen machten die Situation der Kirche nur noch schlimmer, sagt der Pfarrer. Er hatte viele gute Ideen, wie man Gläubige wieder zurückgewinnen könnte. Zusammen mit seinem Team tüftelt er immer wieder an neuen Gottesdienstformen, doch die brauchen Zeit und Menschen. Beides ist knapp geworden in den Kirchen. Pfarrer Markutzik ist überzeugt: Werden noch mehr Stellen gestrichen, ist Kirche noch weniger vor Ort präsent und somit noch unattraktiver.

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