Der Landkreis Germersheim erprobt am Montag in Rheinzabern ein neues digitales Rettungssystem (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Lisa Ducret/dpa)

Effizientere Versorgung von Verletzten Kreisverwaltung Germersheim probt Notfall-Szenario

Die Kreisverwaltung Germersheim simuliert am Montag in Rheinzabern ein Notfall-Szenario. Die Kreisverwaltung will ein neues digitales Rettungssystem testen, mit dem Verletzte schneller und besser versorgt werden sollen.

Dazu bauen Notärzte und Feuerwehr ein Unfall-Szenario auf, das einer echten Notsituation wie einem Massenunfall oder Großbrand entspricht. Bei der Übung bekommen die vermeintlich Verletzten ein digitales Sendegerät um den Hals gehängt. Mit diesem sollen wichtige Daten wie Art und Schwere einer Verletzung direkt an die zuständige Rettungsleitstelle übertragen werden, die dann die weitere Hilfe organisiert.

Bessere Organisation im Unglücksfall

Die Kreisverwaltung erhofft sich von dem neuen System eine bessere Koordination von Situationen, in denen es viele Verletzte gibt. Die digitale Technik soll Ärzte und Einsatzleiter dabei unterstützen, die Opfer schneller nach der Schwere ihrer Verletzungen zu priorisieren und mit den entsprechenden Rettungsmitteln zu versorgen. Bisher mussten alle Informationen per Hand für jeden Patienten auf so genannten Sichtungskarten notiert werden. Mit dem neuen System sollen die Informationen automatisch ausgewertet und den Ärzten am Einsatzort zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Digitalisierung könnten Rettungseinsätze schneller und lückenloser koordiniert werden, so Landrat Fritz Brechtel. Das neue System wird erstmals im Landkreises Germersheim als Pilotprojekt eingeführt.

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