BASF in Ludwigshafen (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Digitalisierung des Chemiekonzerns BASF will eigenes 5G-Netz

Der Chemiekonzern BASF will einen Antrag für eigene 5G-Frequenzen stellen. Damit soll die Digitalisierung der Produktionsanlagen vorangetrieben werden.

"Momentan sind auf unserem Standort in Ludwigshafen rund 600.000 Sensoren und Aktoren", teilte eine Sprecherin des Chemiekonzerns mit. Es könnten zehn Mal so viele werden. So viele Daten zu übertragen, könnten weder 4G noch eine andere herkömmliche Technologie leisten. "Dafür brauchen wir 5G."

Zudem würden einige Mitarbeiter mit Tablets und Augmented-Reality-Brillen ausgestattet, etwa um Kollegen bei der Instandhaltung von Maschinen anzuleiten. Auch das gehe mit 5G am besten.

Lokale und regionale Frequenzen auf Antrag

Nach der Auktion der nationalen Frequenzen wird die Bundesnetzagentur auf Antrag Nutzungsrechte für lokale und regionale Frequenzen vergeben, mit denen Unternehmen den Ausbau vor Ort aus eigener Hand vorantreiben können. An den Details arbeitet die Bonner Behörde derzeit noch.

Fest steht, dass eine Verwaltungsgebühr fällig wird. Den Firmen ist dann überlassen, mit wem sie die Netze bauen oder ob sie diese Aufgabe einem Anbieter übertragen. Zu den möglichen Kosten wollte sich der Konzern nicht äußern.

5G soll Datengeschwindigkeiten ermöglichen, die mindestens 100 Mal schneller sind als die der aktuellen 4G-Netze. Zudem sollen sie für sehr niedrige Reaktionszeiten sorgen. Zudem müssen keine Unterbrechungen während der Übertragung befürchtet werden.

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