Radarfalle (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Bußgeldstelle des Polizeipräsidiums in Speyer 60 Jahre Radarfalle: Die Tricks der Raser

Seit 60 Jahren werden Autofahrer mit mobilen Geschwindigkeits-Messgeräten überwacht. Seitdem versuchen überführte Raser mehr oder weniger trickreich, um die verhängte Strafe herumzukommen.

Dauer

Bußgelder und Fahrverbote verhängen, das ist Alltag in der zentralen Bußgeldstelle in Speyer. Hier landen viele kuriose Fälle und schräge Fotos aus den Radarfallen. Manche Autofahrer zeigen den Blitzern den Mittelfinger oder versuchen, ihr Gesicht mit Händen oder Handtüchern zu verbergen.

Maskierungen und dreiste Lügen

Manche Fälle bleiben den Beamten der Bußgeldstelle lange in Erinnerung. So trug einer der geblitzten Raser eine Hexenmaske und behauptete, selbst nicht gefahren zu sein. Bei der Bußgeldstelle kam er damit nicht durch. Sie beantragte bei Gericht kurzerhand eine Hausdurchsuchung beim Halter des Fahrzeugs. Die Hexenmaske fand sich auf dem Rücksitz des Autos - leugnen war damit zwecklos. Der Porsche-Fahrer musste seinen Führerschein abgeben und ein hohes Bußgeld zahlen.

Einige Verkehrssünder erfinden auch haarsträubende Ausreden, um nicht zahlen zu müssen. Oft hören die Beamten, das Navigationsgerät habe eine andere Geschwindigkeit angezeigt oder man sei nicht imstande gewesen, den Tempomat abzuschalten. Andere sagen, es sei draußen schlicht zu dunkel gewesen.

Ausnahmen sind selten

Trotz aller Ausreden, die die Beamten zu hören kriegen, gibt es natürlich auch Fälle, bei der sie tatsächlich eine Ausnahme machen. Die müssen aber einen guten Grund haben. Bei einem Arzt, der auf dem Weg zu einem medizinischen Notfall zu schnell fährt, haben die Beamten Verständis.

60 Jahre mobile Geschwindigkeits-Überwachung Wie alles begann....

Das Telefunken-Modell VRG2 , erstmals 1959 in Serie produziert. (Foto: ARD)
So sah das Gerät damals am Straßenrand aus ARD Bild in Detailansicht öffnen
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