Die Bürgerinitiative "Dackenheim K2" will verhindern, dass die Eisenbahnbrücke zwischen Dackenheim und Freinsheim erhöht wird (Foto: SWR)

Bürgerinitiative gegründet Dackenheimer wollen keine höhere Brücke

Die Eisenbahnbrücke zwischen Dackenheim und Freinsheim (Kreis Bad Dürkheim) soll verbreitert werden. Dadurch würde die darunter liegende Kreisstraße tiefer gelegt und die Durchfahrt höher. Anwohner und Ortsgemeinde wehren sich dagegen.

Gegen die Ausbaupläne hat sich am Mittwochabend die Bürgerinitiative "Dackenheim K2" gegründet. Die Anwohner fürchten, dass auch Lastkraftwagen unter der Brücke durchfahren könnten, wenn die Kreisstraße 2 verbreitert und tiefer gelegt würde. Sie haben Angst, dass dadurch der Schwerlastverkehr im Ort zunehmen könnte, etwa wenn sich der Verkehr auf der B271 oder den Autobahnen 6 oder 61 staut. Dann könnten viele über Dackenheim ausweichen. Offiziell ist bislang die Durchfahrt für Lkw wegen der niedrigen Durchfahrtshöhe verboten.

Gemeinde will Einspruch erheben

Die Bürgerinitiative fordert, dass die Brücke neu gebaut wird, ohne die Straße abzusenken. Der Ortsbürgermeister von Dackenheim, Edwin Schrank, sagte dem SWR, dass auch die Gemeinde gegen die Ausbaupläne in ihrer jetzigen Form Einwand erheben wird. Die Einspruchsfrist gegen den Planfeststellungsbescheid endet am 29. November.

Bahn will Brücke verbreitern

Der Ausbau sei nötig, weil die Bahn die Eisenbahnbrücke über der Kreisstraße verbreitern will, heißt es beim Landesbetrieb Mobilität (LBM). Laut Straßenbehörde gibt es keine Alternative. Denn nach den aktuell gültigen Bauvorschriften müsse die Eisenbahnbrücke ab einer bestimmten Breite auch eine bestimmte Höhe haben. Wenn also die Bahn die Brücke verbreitert, muss die Straße tiefer gelegt werden, damit die vorschriftsmäßige Höhe eingehalten wird.

Außerdem, so der LBM weiter, sei die Straße unter der Unterführung unfallgefährdet, weil sie eng und uneinsichtig sei. Durch die Baumaßnahme werde sie sicherer gemacht.

Behörde geht nicht von Zunahme des Durchgangsverkehrs aus

Der LBM geht in seinem Planfeststellungsbeschluss nicht davon aus, dass sich dadurch das Verkehrsaufkommen erhöhen wird. Laut Bürgerinitiative sind allerdings die Zahlen, die dieser Annahme zu Grunde liegen, veraltet. Sie stammten aus der Zeit, bevor die Umgehung Kirchheim der B271 fertig war. Seitdem habe der Verkehr deutlich zugenommen.

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