Feuer in Bobenheim-Roxheim Ermittler gehen von Brandstiftung in Asylheim aus

Nach einem Kellerbrand in einer Flüchtlingsunterkunft in Bobenheim-Roxheim (Rhein-Pfalz-Kreis) gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von Brandstiftung aus. Rund 60 Bewohner mussten anderweitig unterkommen.

Ein Brandgutachter hatte die Flüchtlingsunterkunft am Dienstag inspiziert. Nach dessen Einschätzung ist von einer Brandstiftung auszugehen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Bislang keine Hinweise auf fremdenfeindliches Motiv

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen gegen den oder die unbekannten Täter solle auch geklärt werden, ob die Brandstiftung vorsätzlich oder fahrlässig begangen wurde, heißt es weiter. Konkrete Anhaltspunkte für ein fremdenfeindliches Motiv gebe es weiterhin nicht.

Am Montagabend waren im Keller der Asylunterkunft Sperrmüll und alte Matratzen in Brand geraten. Verletzt wurde niemand.

Bewohner ziehen nach Speyer oder zu Freunden

Wegen der starken Hitze wurde die Elektroinstallation der Unterkunft beschädigt, so dass diese vorläufig nicht bewohnbar ist. Die rund 60 Bewohner seien bei Verwandten und Freunden unterkommen oder in der Landesaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Speyer untergebracht worden, teilten die Behörden mit.

Die Polizei schätzt den Schaden auf bis zu 100.000 Euro. Durch den Brand fiel auch in einem benachbarten Gebäude der Strom aus. Dessen 16 Bewohner übernachteten in Hotels oder bei Verwandten.

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